Die rasante Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus dürfte in der Schweiz auch Auswirkungen auf die systemkritischen Bereiche haben.
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Systemkritische Bereiche bereiten sich wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus auf Personalengpässe vor. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Systemkritische Bereiche in der Schweiz bereiten sich auf Omikron-Ausbrüche vor.
  • Die Detailhändler setzen auf Hygiene- und Schutzkonzepte und haben die Lager gut gefüllt.
  • Die Post und die SBB bereiten sich mit verschiedenen Szenarien auf Personalengpässe vor.

Die neue Variante des Coronavirus lässt die Fallzahlen in der Schweiz in die Höhe schnellen. Immer mehr Menschen stecken sich mit Omikron an, müssen in Quarantäne und fallen deshalb mehrere Tage aus. Bereits wächst die Sorge, dass etwa wegen kranken Lehrerinnen und Lehrer auch einzelne Schulschliessungen drohen könnten.

Mit Personalengpässen rechnen auch die systemrelevanten Bereiche. Unternehmen in der Lebensmittelversorgung, Telekommunikation oder dem Transportwesen sorgen deshalb laut der Agentur AWP vor. Die Lebensmittelhändler Coop und Migros beispielsweise setzen demnach auf Hygiene- und Schutzkonzepte.

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Coop und Migros wollen mit verschärften Hygiene- und Schutzkonzepten die Lebensmittelversorgung der Schweiz sicherstellen. - Keystone

Ein Migros-Sprecher erklärte, dass ein Krisenstab mit den regionalen Genossenschaften und den Migros-Unternehmen an verschiedenen Szenarien arbeite. Coop hat laut dem Bericht neben den bewährten Schutzkonzepten weitere Massnahmen vorgenommen. Bei beiden Lebensmittelhändlern heisst es zudem, die Warenlager seien gut gefüllt. Die Versorgung der Schweizerinnen und Schweizer mit Lebensmitteln sei nicht gefährdet.

Neue Variante des Coronavirus kein Problem für Swisscom und Co.

Die Post und die SBB bereiten sich auf Absenzen beim Personal vor. Bei der Post werden interne Stellenbörsen reaktiviert, als letztes Mittel würde der Zivilschutz der Post unter die Arme greifen. Bei der SBB seien Bahnbetrieb und Personalressourcen stabil, man bereitet sich aber auch dort auf verschiedene Szenarien vor.

Die Telekommunikationsunternehmen machen sich weniger Sorgen. Wie eine Swisscom-Sprecherin erklärt, arbeiten bei dem Konzern in Spitzenzeiten bis zu 90 Prozent des Personals im Homeoffice. Auch Sunrise UPC und Salt setzen auf die Arbeit im eigenen Zuhause um grössere Personalausfälle zu verhindern.

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Die Telekommunikationsunternehmen der Schweiz setzen auf Homeoffice, um grössere Personalausfälle durch die neue Variante des Coronavirus zu verhindern. - Keystone

Lieferverzögerungen schliesst hingegen etwa der Medikamenten-Grosshändler Galenica nicht aus. Auf Anfrage von AWP heisst es dort, das man ein «Notfalldispositiv» eingerichtet habe. Aktuell laufe noch alles fristgerecht, doch die weitere Entwicklung mit der neuen Variante des Coronavirus sei kaum voraussehbar.

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