Der US-Präsident Joe Biden trifft sich aktuell mit dem Papst. Verschiedene Themen sollen bei dem Treffen besprochen werden.
Joe Bide, Papst Franziskus
Der jetzige US-Präsident Joe Biden und Papst Franziskus im Jahr 2015. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Papst empfängt den US-Präsidenten Joe Biden im Vatikan.
  • Die beiden führen mehrere Gespräche in unterschiedlichen Rähmen.
  • Themen sind unter anderem der Klimawandel, die Corona-Pandemie und die weltweite Armut.

US-Präsident Joe Biden ist zu einer Audienz bei Papst Franziskus eingetroffen. Auf dem Programm im Vatikan standen für Biden und seine Frau Jill am Freitag zunächst eine Privataudienz. Diese war gefolgt von einem erweiterten politischen Treffen.

Im Anschluss an das etwa einstündige Treffen sollte Biden noch ein Gespräch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin führen. Biden ist erst der zweite katholische Präsident in der US-Geschichte.

vatikanstadt
Bischoff Pietro Parolin. - Keystone

Biden wurde vor dem Apostolischen Palast von Würdenträgern des Vatikans begrüsst. Das eigentliche Treffen mit dem Papst sollte hinter verschlossenen Türen stattfinden. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um den Kampf gegen die Corona-Pandemie und den Klimawandel gehen. Auch die weltweite Bekämpfung der Armut sei ein Thema.

Heikles Thema nicht angesprochen

Unklar blieb zunächst, ob auch das umstrittene Thema Abtreibung zur Sprache kommen würde. Bidens Regierung unterstützt das Recht auf Abtreibung, was im Widerspruch zur Position der katholischen Kirche steht.

Einzelne US-Bischöfe hatten daher gefordert, Biden von der Kommunion auszuschliessen. Der Papst mahnte daraufhin, Bischöfe sollten Seelsorger sein und nicht Politiker. Er habe noch niemandem die Kommunion verweigert, sagte Franziskus im September.

Biden, der regelmässig in die Kirche geht, gilt als gläubiger Katholik. In seinem Büro fand sich schon am ersten Tag seiner Amtszeit neben Familienfotos auch eine Aufnahme mit Papst Franziskus. Der erste katholische US-Präsident war John F. Kennedy gewesen.

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