Papst zieht in schlichte Wohnung in Apostolischem Palast ein
Papst Leo XIV. wird in den kommenden Wochen in den Apostolischen Palast zurückkehren, jedoch nicht in das traditionelle päpstliche Appartement. Beobachter werten den Umzug als Kompromiss zwischen institutioneller Kontinuität und persönlicher Bescheidenheit.

Der Pontifex wird in Räumlichkeiten im obersten Stockwerk zwischen der Dritten Loggia und dem Dach wohnen. Beobachter werten den Umzug als Kompromiss zwischen institutioneller Kontinuität und persönlicher Bescheidenheit. Dies verlautete aus dem Vatikan nach Angaben der römischen Tageszeitung «La Repubblica» (Freitagsausgabe).
Die neue Wohnung befindet sich in einem eigenständigen, von aussen kaum sichtbaren Bereich des Palastes. Sie gilt als deutlich schlichter als das historische päpstliche Appartement und entspricht nach Angaben aus dem Umfeld des Papstes seinem zurückhaltenden Lebensstil.
Die Räume sind überwiegend weiss gestrichen, schlicht möbliert und funktional ausgestattet. Das Schlafzimmer des Papstes verfügt nicht über ein eigenes Bad, eine kleine Küche wurde neu eingerichtet.
Zur Wohnung gehört auch ein grösserer Trainingsbereich, den der sportliche Leo XIV. nutzen will. Zudem stehen ihm eine kleine Kapelle sowie eine Dachterrasse zur Verfügung. Ein direkter Blick auf den Petersplatz ist von der Wohnung aus nicht vorgesehen – aus Gründen der Zurückgezogenheit und Sicherheit.
Mit seiner Entscheidung folgt Leo XIV. nicht der Tradition, er unterscheidet sich aber auch von seinem Vorgänger Franziskus, der während seines Pontifikats im vatikanischen Gästehaus Santa Marta gewohnt hatte.
Die Renovierungsarbeiten im Apostolischen Palast hatten sich über Monate hingezogen. Gründe waren bauliche Mängel, darunter Feuchtigkeitsschäden, sowie die Erneuerung der Elektro- und Wasserleitungen. Zudem wurden Sicherheitsmassnahmen, auch gegen mögliche digitale Angriffe, verstärkt.
Der im vergangenen Mai zum Papst gewählte Robert Francis Prevost hatte bereits kurz nach dem Konklave entschieden, in den Apostolischen Palast zu ziehen. Zuvor lebte er in einem Gebäude des ehemaligen Heiligen Offiziums, das für Kardinäle vorgesehen ist, wo er in diesen Monaten weiterhin gelebt hat.














