Überparteiliche Sorgen um das Bistro Weyerli

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Da spannen selbst SVP und SP zusammen: Wird beim Neubau der Weyerli-Sportanlagen sichergestellt, dass sich alle – auch Nichtsportler – im Bistro treffen können?

    Alexander Feuz Shasime Osmani
    SVP-Stadtrat Alexander Feuz (links) und SP-Stadträtin Shasime Osmani (rechts) sind sich einig: Das künftige Bistro Weyerli soll für alle gleichzeitig offenstehen. - stadtrat.bern.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • SVP-Stadtrat Feuz und SP-Stadträtin Osmani haben einen gemeinsamen Vorstoss eingereicht.
    • Ihre Sorge gilt dem künftigen Bistro Weyerli, das im Weyermannshaus-Neubau geplant ist.
    • Wird es auch für Begleitpersonen zugänglich sein, die keinen Eintritt bezahlt haben?

    Politisch sind sich SVP-Stadtrat Alexander Feuz und SP-Stadträtin Shasime Osmani wohl in den seltensten Fällen einig. Doch nun haben sie gar gemeinsam einen Vorstoss eingereicht.

    Als Erstunterzeichner ebenfalls mit im Boot: Die beiden SVPler Ueli Jaisli und Thomas Glauser sowie von der SP Dominque Hodel.

    Ein Bistro für alle

    Ihre Sorge gilt dem Bistro Weyerli und dessen Zugänglichkeit. Denn das Bistro wird um- beziehungsweise neu gebaut – zusammen mit der ganzen Hallenbad- und Kunsteis-Anlage neben dem Freibad Weyermanshaus.

    Mit ihrer «kleinen Anfrage» wollen die Stadtratsmitglieder nun wissen: Können sich im Bistro auch Nichtschwimmer und Nichtschlöfler verpflegen?

    Und zwar gleichzeitig mit den sportlich Aktiven. Denn: «Nur ein Teil der Begleitpersonen der Kinder und Jugendlichen betreibt auch selber Eissport.» Gleiches gelte im Sommer, wenn nicht alle im Hallenbad schwimmen, aber sich gegebenenfalls trotzdem gemeinsam verpflegen möchten.

    Es müsse sichergestellt werden, dass sowohl die Eintritt zahlenden Besucher als auch deren Begleitpersonen sich treffen könnten. Und sich gemeinsam in einem Bistro oder Café verpflegen können. Und dies – das ist den Unterzeichnenden wichtig – bedient werden.

    Nutzt du die Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus?

    Nicht nur gebe es «in den nächsten 20 Jahren» in der Umgebung keine geeigneten Verpflegungsmöglichkeiten. Auch die Überwachung oder Begleitung von Kindern sei sonst erschwert.

    Volk hat bereits zugestimmt

    Mit ihren Sorgen sind die Unterzeichnenden aus SP und SVP indes nicht allein. Nebst zwei weiteren SVP-Vertretern haben den Vorstoss auch Mitte-Stadtrat Nicolas Lutz und FDP-Fraktionspräsident Nik Eugster unterzeichnet.

    Dem Neubau-Kredit über 107,2 Millionen Franken hat die Berner Stimmbevölkerung bereits vor einem Jahr zugestimmt. Im Nachhinein sind im Stadtrat offenbar Zweifel aufgetaucht, ob das Geld auch im Sinne der immer zahlreicheren Weyerli-Fans eingesetzt werde.

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    Kommentare

    User #1646 (nicht angemeldet)

    Ein Weyerli ohne Beitzli ist eine grobe Dummheit. Wie viele Eltern warten während den Trainings auf ihre Kinder??!! Und die sollten ohne Eintritte ins Beitzli können! Für fast 110 Millonen ist das ein Muss!

    User #2330 (nicht angemeldet)

    Die "Sportler" sollen nicht im Bistro rumhängen, sondern Sport treiben. Der Laden kostet auch so schon genug für eine kleine Minderheit.

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