Fast wäre es im Ukraine-Krieg zu einer Explosion eines ukrainischen Chemiewerks gekommen. Die Stadt Odessa wäre damit in einer Giftwolke versunken.
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Eine zertrümmerte Wohnung in der ukrainischen Stadt Odessa. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Russen versuchen seit längerem, ein ukrainisches Chemie-Werk zu zerstören.
  • Gelingt ihnen dies, versinkt die Stadt Odessa in einer giftigen Wolke.
  • Zuletzt verfehlte eine russische Rakete die Anlage nur knapp.

Eine russische Rakete hätte beim Einschlag nahe einer ukrainischen chemischen Anlage in Odessa im Ukraine-Krieg beinahe eine Umweltkatastrophe verursacht. Die Kalibr-Rakete schlug gerade mal 100 Meter von der Düngemittelfabrik entfernt ein. Dies mit einer Geschwindigkeit von 2200 Stundenkilometern.

In der Anlage lagern etwa 120'000 Tonnen einer giftigen und hochexplosiven, komprimierten Flüssigkeit. Gegenüber der «Sun» erklärt eine militärische Quelle aus Odessa: «Wäre das Ammoniak in die Luft gegangen, hätte das katastrophale Folgen gehabt. Die ganze Stadt hätte in einer giftigen Wolke versinken können.»

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Ein russisches Kriegsschiff nimmt an einer Marineübung mit Teststarts von nuklearfähigen Kinzhal- und Kalibr-Raketen teil. Foto: Alexei Druzhinin/Kremlin/dpa
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Hätten die russischen Kalibr-Raketen die Chemie-Anlage getroffen, wären die Folgen dramatisch.
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Die ganze Stadt wäre in einer giftigen Chemie-Wolke versunken.

Es sei das vierte Mal, dass die Russen im Ukraine-Krieg dies versucht hätten. Immer ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem der Wind den chemischen Niederschlag in Richtung der Stadt geweht hätte.

Die Quelle vermutet: «Wäre es dazu gekommen, hätten sie die ukrainischen Streitkräfte beschuldigt, ihre eigene Anlage sabotiert zu haben.»

Der Angriff erfolgte am Freitag um 17 Uhr (Ortszeit). Zuvor hatten russische Propagandisten Geschichten verbreitet, wonach die Ukraine in der Hafenanlage kriegerische Handlungen vorbereite.

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