Slowaken-Premier beschreibt Donald Trump als «nicht bei Sinnen»

    Antun Boskovic
    Antun Boskovic

    Belgien,

    Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico soll seine EU-Amtskollegen nach einem Treffen mit Donald Trump vor dessen Gesundheitszustand gewarnt haben.

    Robert Fico Donald Trump
    Robert Fico traf Donald Trump Mitte Januar in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida. - Smer-SD

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fico hatte Trump am 17. Januar in dessen Anwesen Mar-a-Lago in Florida getroffen.
    • Beim EU-Gipfel 5 Tage später soll er Bedenken über Trumps Geisteszustand geäussert haben.
    • Diesem Bericht widerspricht der slowakische Ministerpräsident.

    Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat EU-Kollegen offenbar vor Donald Trumps geistigem Zustand gewarnt.

    Das berichtet das US-Nachrichtenportal «Politico» unter Berufung auf fünf europäische Diplomaten. Die Äusserungen sollen bei einem EU-Gipfel in Brüssel gefallen sein.

    Fico hatte Donald Trump am 17. Januar in dessen Anwesen Mar-a-Lago in Florida getroffen. Nach diesem Gespräch soll er sich besorgt über die geistige Verfassung des US-Präsidenten gezeigt haben. Zwei Diplomaten berichten, Fico habe Trumps Verhalten sogar als «gefährlich» bezeichnet.

    Fico soll nach Trump-Treffen «traumatisiert» gewesen sein

    Das Gespräch zwischen Fico und seinen EU-Kollegen fand am 22. Januar in Brüssel statt. Es geschah am Rande eines Sondergipfels zu den transatlantischen Beziehungen. Thema waren auch Trumps Drohungen, Grönland zu übernehmen.

    Mehrere EU-Diplomaten beschrieben Ficos Zustand nach dem Trump-Treffen als «traumatisiert».

    Ein Diplomat berichtete, Fico habe Donald Trump als «nicht bei Sinnen» bezeichnet. Diese Information stamme direkt von einem Staats- oder Regierungschef, der am Gespräch beteiligt war.

    Fico selbst widersprach den Berichten am Mittwoch deutlich: «Ich habe auf dem Gipfel nicht einmal informell mit einem Ministerpräsidenten oder Präsidenten über meinen Besuch in den USA gesprochen.»

    Offiziell stützt Slowakei Trump oft

    Nach seinem Florida-Besuch hatte Robert Fico seine Beziehung zu Donald Trump öffentlich hervorgehoben.

    In einem Facebook-Video betonte er seinen besonderen Zugang zum US-Präsidenten. Washington habe seine Einschätzung eingeholt, weil die Slowakei «kein Brüsseler Papagei» sei. Damit wollte Fico zeigen, dass sein Land nicht einfach die EU-Positionen übernimmt.

    Bereitet dir Trumps Gesundheitszustand Sorgen?

    Die Slowakei unter seiner Führung unterstützt oft Trumps Sicht auf den Ukraine-Krieg. Auch bei anderen europäischen Themen steht Fico häufig auf Trumps Seite.

    Immer wieder Diskussionen um Gesundheit von Donald Trump

    Die Berichte über Ficos angebliche Äusserungen werfen Fragen über Trumps Zustand auf. Gleichzeitig zeigen sie die Spannungen innerhalb der EU im Umgang mit dem US-Präsidenten.

    Bereits in Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 gab es immer wieder Diskussionen über seinen geistigen Zustand. Auch die körperliche Verfassung des 79-Jährigen ist immer wieder ein Thema.

    Schon Vorgänger Joe Biden (83) stand deswegen immer wieder unter Beschuss. Kritik an seiner geistigen und körperlichen Verfassung war auch ein Grund, warum Biden nicht für eine zweite Amtszeit kandidierte.

    Joe Biden
    Auch Joe Bidens mentaler Gesundheitszustand war immer wieder Diskussionsthema. - keystone

    Der 25. Verfassungszusatz regelt die Amtsunfähigkeit des Präsidenten. Demnach kann der Vizepräsident zusammen mit dem Kabinett den Präsidenten für amtsunfähig erklären.

    Kommentare

    User #3410 (nicht angemeldet)

    Ich glaube Slovaken eigentlich nicht jedes Wort, imfall.

    User #3262 (nicht angemeldet)

    Trump ist psychisch krank, das ist uns schon länger bekannt. Aber er würde das niemals zugeben oder sich helfen lassen.

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