EU

    EU-Umweltausschuss gibt grünes Licht für Gentechnik-Regeln

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die geplanten lockereren Gentechnik-Vorgaben in der EU haben eine weitere Hürde genommen. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte der Einigung zu, die Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments im Dezember gefunden hatten. 59 Abgeordnete stimmten dafür, 24 dagegen, zwei enthielten sich.

    EU-Parlament Zolldeal
    Das Europaparlament hat beim Zolldeal die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA gebilligt. (Archivbild) - keystone

    Die Einigung sieht vor, dass es künftig zwei Kategorien von Gentechnik geben soll. Gentechnisch veränderte Lebensmittel, bei denen weniger gravierende Eingriffe vorgenommen wurden, sollen auch ohne spezielle Prüfung und ohne Kennzeichnung den Weg in den Supermarkt finden. Wenn grössere Eingriffe in das Erbgut vorgenommen wurden, gelten weiterhin deutlich strengere Auflagen.

    Wenn die neuen Vorgaben auch formell bestätigt werden, können Verbraucher künftig nicht mehr auf den ersten Blick erkennen, ob sie durch moderne Gentechnikverfahren veränderte Lebensmittel essen. Neue Sorten unterliegen aber weiter der gesetzlich geregelten Sortenprüfung und -zulassung.

    Viele Forscher sehen Potenzial: So besteht die Hoffnung, etwa eine Weizensorte zu entwickeln, die gegen die Pilzkrankheit Mehltau resistent ist. Aber auch stressresistente Maispflanzen oder allergenfreie Erdnüsse sind denkbar.

    Befürworter hoffen auch, dass widerstandsfähige Pflanzen in der Klimakrise helfen und Hunger lindern. Zudem erwarten Befürworter, dass europäische Landwirte wettbewerbsfähiger werden.

    Die geplanten Lockerungen sind umstritten. Unter anderem werden wirtschaftliche Folgen für Landwirte befürchtet.

    Der deutsche Umweltminister Casten Schneider (SPD) hatte die Entscheidung im Dezember als schweren Fehler bezeichnet. Gentechnikfreie Landwirtschaft müsse möglich und bezahlbar bleiben. Es brauche Lieferketten, die sicherstellten, dass gentechnisch veränderte von gentechnikfreien Pflanzen und Produkten unterscheidbar seien, forderte er.

    Bevor die neuen Vorgaben in Kraft treten können, müssen noch Mehrheiten im Europaparlament und innerhalb der EU-Staaten zustimmen. Da es bereits einen informell ausgehandelten Kompromiss zwischen den Institutionen gibt, ist das normalerweise Formsache.

    Kommentare

    User #2963 (nicht angemeldet)

    Eigentlich haben die Leute überhaupt nichts gegen Gentechnik, denn sie haben sich das sogar mit Begeisterung spritzen lassen.

    User #5037 (nicht angemeldet)

    Die geplanten…..der is gut😂, die GEPLANTEN Lockerungen…..der is wirklich gut😂😂…..man kann nicht etwas lockern wenn Schraubdeckel schon bereits im Müll entsorgt wurde…..vor langer Zeit.

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