Papst Franziskus schliesst die Ehe für homosexuelle Paare in der katholischen Kirche weiter aus. Die Ehe sei ein Sakrament und die Kirche habe nicht die Befugnis, dies zu ändern, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch auf dem Rückflug aus der Slowakei vor Journalisten. Es sei wichtig, Menschen anderer geschlechtlicher Orientierung zu helfen, aber ohne der Kirche Sachen aufzudrängen, die dort nicht funktionierten.
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Papst Franziskus schwenkt in der Vatikanstadt Weihrauch. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Franziskus verwies auf staatliche Regelungen, wie etwa den zivilen Solidaritätspakt (Pacs) in Frankreich, der eine zivilrechtliche Partnerschaft ermöglicht.

Wenn ein homosexuelles Paar das Leben zusammen verbringen will, gebe es in den Staaten zivile Möglichkeiten sie zu unterstützen, sagte er dazu. «Aber die Ehe ist die Ehe.» Das bedeute allerdings nicht, dass man die Leute verurteilen wolle. Man müsse alle respektieren. «Aber bitte zwingt die Kirche nicht, ihre Wahrheit zu verleugnen», sagte er weiter.

Die katholische Kirche tut sich schwer mit dem Thema Homosexualität. Im Frühjahr hatte schon das Segnungsverbot für homosexuelle Paare für grossen Wirbel gesorgt. In Deutschland hatten einige Priester gegen die Anweisung des Heiligen Stuhls dennoch Paare gesegnet.

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