PET stagniert – Junge greifen lieber zu Alu
Die Aludose erlebt in der Schweiz ein Comeback. Während der Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke stagniert, wächst der Dosenanteil deutlich.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 wurden in der Schweiz rund 1,04 Milliarden Liter alkoholfreie Getränke verkauft.
- Davon waren 101 Millionen Liter in Aludosen abgefüllt.
- Der Dosenabsatz stieg innert Jahresfrist um 7,6 Prozent.
Während der Gesamtmarkt für Softdrinks stagniert, erlebt die Aludose ein Comeback. Immer öfter hört man das metallische Zischen beim Öffnen einer Getränkedose im Zug, auf der Strasse und selbst in Bars.
Vor allem junge Konsumentinnen und Konsumenten greifen zur Dose. Für die Generation Z und die noch jüngere Generation Alpha gilt sie als «cooles» Gebinde. Viele neue Trendgetränke wie Eistees oder Energydrinks werden gezielt im Dosenformat lanciert.

Die kleinere Füllmenge von meist 0,33 Litern passt zudem zum Gesundheitsbewusstsein: Weniger Inhalt, weniger Zucker. Auch die Debatte um Mikroplastik in PET-Flaschen dürfte ihren Teil zum Imagewandel beitragen.
Über eine Milliarde Liter alkoholfreie Getränke 2025 schweizweit verkauft
Der «NZZ am Sonntag» liegen neue Zahlen des Marktforschungsinstituts Nielsen IQ vor. Demnach wurden 2025 in der Schweiz rund 1,04 Milliarden Liter alkoholfreie Getränke verkauft.
Davon entfielen rund 101 Millionen Liter auf Dosen – ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit macht die Dose inzwischen etwa zehn Prozent des Gesamtmarkts aus.
Ökologisch schneidet Aluminium jedoch laut einer Studie im Auftrag des Bundesamts für Umwelt schlechter ab als PET. Demnach ist die Umweltbelastung von Aludosen bei Softdrinks rund 2,5-mal höher als bei PET-Gebinden.
Allerdings liegt die Recyclingquote bei beachtlichen 90 Prozent. 2024 wurden in der Schweiz rund 13’200 Tonnen Aluminium aus Getränkedosen gesammelt.
Schweizer Softdrinkproduzenten lassen Dosen im Ausland abfüllen
Für Hersteller bringt der Trend Herausforderungen mit sich. Kaum ein Schweizer Softdrinkproduzent verfügt über eigene Dosenabfüllanlagen. Viele Getränke werden im Ausland abgefüllt und importiert.
Selbst Coca-Cola produziert in Brüttisellen nur Flaschen. Die in der Schweiz verkauften Dosen stammen aus dem Ausland. Eine Ausnahme ist Red Bull, das in Widnau grosse Mengen für den Weltmarkt produziert.
Trotz ökologischer Fragezeichen und logistischer Hürden bleibt die Dose für viele das attraktivste Format. Sie fühlt sich kalt an, schützt den Inhalt vor Licht und lässt sich kreativ gestalten.











