Papst Leo XIV. beendet bewegende Spanien-Reise auf Teneriffa

Esada Kunic
Esada Kunic

Spanien,

Papst Leo XIV. schliesst am Freitag seine einwöchige Spanien-Reise ab – mit einem starken Appell für Migranten auf den Kanarischen Inseln.

Papst Leo xiv
Papst Leo XIV. schliesst am Freitag seine einwöchige Spanien-Reise ab – mit einem starken Appell. - keystone

Papst Leo verbringt den letzten Tag seiner apostolischen Reise auf der Insel Teneriffa, wie «religion.ORF.at» berichtet. Am Vormittag besucht er zunächst das grosse Aufnahmelager «Las Raices» für Bootsflüchtlinge in San Cristobal de La Laguna.

Im Anschluss trifft Papst Leo XIV. kirchliche Sozialinitiativen, die Migranten bei der Integration in die spanische Gesellschaft unterstützen. Den Abschluss der Reise bildet ein grosser Freiluft-Gottesdienst im Hafen von Santa Cruz de Teneriffa.

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Bereits am Donnerstag hatte Papst Leo XIV. die Nachbarinsel Gran Canaria besucht, wie die «Salzburger Nachrichten» schreiben. Am dortigen Hafen von Arguineguín traf er kürzlich angekommene Migranten sowie Vertreter humanitärer Organisationen.

Papst Leo XIV. mahnt Europa zur Verantwortung

Laut «swissinfo.ch» bezeichnete Leo XIV. das Flüchtlingsdrama als Gewissensprüfung für Europa. Der Atlantik und das Mittelmeer dürften nicht zu Friedhöfen ohne Grabsteine werden, mahnte er die internationale Gemeinschaft.

Der Papst forderte auf den Kanaren «sichere und legale Wege» für Migration und verwies dabei auf die Menschenwürde. Es reiche nicht aus, bloss Ankünfte zu verwalten, Zahlen zu verteilen oder Todesfälle erst nachträglich zu beklagen.

Auf dem Höhepunkt der Migrationskrise kamen 2024 fast 50'000 Menschen irregulär über den Atlantik auf die Kanarischen Inseln. Vergangenes Jahr ist der Zustrom zwar stark zurückgegangen, doch die humanitäre Lage bleibt für viele Neuankömmlinge prekär.

Migration als zentrales Thema

Der Papst stellte bei seinem Besuch auf Gran Canaria laut «swissinfo.ch» eine eindringliche Frage an die Weltgemeinschaft.

Jedes ankommende Boot bringe nicht nur Migranten mit, sondern auch die Frage: «Welche Welt haben wir geschaffen, wenn so viele Brüder und Schwestern den Tod riskieren müssen, um Leben zu suchen?»

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Papst Leo XIV. beendet seine Spanien-Reise auf Teneriffa – und fordert sichere und legale Wege für Migranten in Europa. - keystone

Im Mittelpunkt seiner Reden stand stets die Achtung der Menschenwürde – von Ungeborenen bis zu Migranten. Leo XIV. forderte radikale Nächstenliebe, Abrüstung im Denken und eine friedvolle Weltordnung angesichts zahlreicher Kriege.

Höhepunkte einer historischen Reise

Die einwöchige Reise führte Papst Leo XIV. zuvor durch Madrid und Barcelona. In Madrid sprach er als erster Papst vor dem Parlament und feierte Fronleichnam mit 1,2 Millionen Gläubigen.

In Barcelona segnete der Papst den Christusturm der Basilika Sagrada Familia, berichtet «religion.ORF.at». Mit 172,5 Metern ist dieser Turm seit einigen Monaten der höchste Kirchturm der Welt.

Am Nachmittag fliegt Papst Leo zurück nach Rom, wo er laut «Vatican News» gegen 20 Uhr erwartet wird. Damit endet seine vierte Auslandsreise seit seiner Wahl zum Papst am 8. Mai 2025.

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