Papst fordert auf Kanaren «sichere und legale Wege» für Migration

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Spanien,

Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch auf den Kanarischen Inseln «sichere und legale Wege» für Migration gefordert. Die Menschenwürde erfordere dies, sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken am Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria.

Papst Leo XIV. nimmt an einem Treffen mit Organisationen die mit Migranten arbeiten teil. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
Papst Leo XIV. nimmt an einem Treffen mit Organisationen die mit Migranten arbeiten teil. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa - Keystone/AP/Alessandra Tarantino

Es reiche nicht aus, «Ankünfte zu verwalten, Zahlen zu verteilen, Grenzen verstärkt zu sichern oder Todesfälle zu beklagen, wenn sie bereits eingetreten sind».

Die Kanaren sind seit vielen Jahren ein Hotspot der Fluchtbewegung von Afrika über den Atlantik nach Europa. Insbesondere zwischen 2020 und 2024 prägte das Phänomen die Inseln. Vergangenes Jahr ging die Zahl der Bootsmigranten zwar stark zurück. Auf dem Höhepunkt der Krise kamen 2024 aber binnen eines Jahres fast 50.000 Menschen irregulär auf den Kanarischen Inseln an.

Symbol der humanitären Notlage wurde der Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria – der «Muelle de la Vergüenza», der «Kai der Schande». Dort harrten im August 2020 zeitweise fast 3.000 Menschen unter prekären Bedingungen aus, obwohl der Bereich nur für etwa 500 Personen ausgelegt war. Sie schliefen im Freien, die hygienischen Verhältnisse waren entsetzlich.

An jenem Hafen im Süden von Gran Canaria, nur eine halbe Stunde Autofahrt vom Urlaubsort Maspalomas entfernt, traf der Papst nun kürzlich angekommene Migranten sowie Vertreter der Kirche und humanitärer Organisationen, die sie betreuen und bei ihrer Integration in die spanische Gesellschaft unterstützen.

Gleichzeitig bezeichnete Leo das Flüchtlingsdrama als Gewissensprüfung vor allem für Europa, «das nicht die Menschenwürde proklamieren kann und sich dabei nicht daran gewöhnen darf, dass das Mittelmeer und der Atlantik zu Friedhöfen ohne Grabsteine werden». Die internationale Gemeinschaft rief er bei diesem Thema zu einer «wirksamen und beharrlichen Zusammenarbeit» auf.

Er hoffe, die Stimme der Migranten erreiche diejenigen, die in dieser Frage entscheidende Verantwortung trügen – etwa zivile Behörden, Parlamente, Regierungen und internationale Organisationen. Jedes Boot, das nämlich ankommt, erklärte Leo, bringe nicht nur Migranten mit sich, sondern auch eine zentrale Frage an alle: «Welche Welt haben wir geschaffen, wenn so viele Brüder und Schwestern den Tod riskieren müssen, um Leben zu suchen?»

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Kommentare

User #3791 (nicht angemeldet)

Lieber ein Frevler, wie ein Schläfchen dass alles glaubt. In jedem Glauben geht es vorallem um Macht und Geld.

User #3791 (nicht angemeldet)

solltest selber denken lernen?

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