Der Papst fordert mehr Hilfe für Migranten. Auf seiner Reise nach Griechenland will er auch Flüchtlinge besuchen.
Papst Franziskus winkt aus seinem Fenster, während er das Angelus-Gebet auf dem Petersplatz spricht. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
Papst Franziskus winkt aus seinem Fenster, während er das Angelus-Gebet auf dem Petersplatz spricht. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Gregorio Borgia

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst Franziskus fordert mehr Hilfe für Flüchtlinge.
  • Der Papst will nach Zypern und Griechenland reisen.
  • Dort will er auch Migranten besuchen.

Papst Franziskus hat mehr Hilfe für Migranten gefordert. Er erneuere seinen Appell an diejenigen, die zur Problemlösung beitragen können, vor allem an die Zivilbehörden und das Militär, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am ersten Adventssonntag vor zahlreichen Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom.

Die Nachrichten über die im Ärmelkanal, an der polnisch-belarussischen Grenze und im Mittelmeer gestorbenen Menschen bereiteten ihm grossen Schmerz. Der Argentinier will ab Donnerstag nach Zypern und dann nach Griechenland reisen und dort auch Flüchtlinge treffen.

Papst sagt öffentliches Gebet

Wegen der Corona-Lage sagte Franziskus sein öffentliches Gebet in Roms Innenstadt zum Feiertag Mariä Empfängnis (8. Dezember) ab.

Papst Franziskus römisch-katholische kirche
Papst Franziskus winkt in die Menge. (Archivbild) - Keystone

Traditionell betet er an der Mariensäule auf der Piazza di Spagna nahe der Spanischen Treppe. Mit der Absage wolle man Menschenansammlungen und die Gefahr für Ansteckungen mit dem Coronavirus vermeiden, erklärte der Heilige Stuhl am Samstagabend.

Der Papst werde die Andacht stattdessen privat abhalten. Auch im Vorjahr hatte er den Termin wegen Corona im Vorfeld gestrichen, fuhr am Tag des Hochfests dann aber unerwartet in den frühen Morgenstunden zu der Marienstatue.

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