Erst kürzlich war Kanzlerin Angela Merkel dort - nun ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Besuch beim Oberhaupt der katholischen Kirche. Er richtet klare Worte nach Brüssel.
Papst Franziskus empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Divisione Produzione Fotografica/Vatikan/dpa
Papst Franziskus empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Divisione Produzione Fotografica/Vatikan/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat nach seinem Besuch im Vatikan die Flüchtlingspolitik der EU kritisiert.

Er bedaure es sehr, dass in der Vergangenheit in Europa kein gemeinsamer Weg in der Flüchtlingspolitik gefunden worden sei, sagte der 65-Jährige am Montag nach seiner Privataudienz bei Papst Franziskus. «Die Folgen davon sehen wir jetzt am unabgestimmten Verhalten innerhalb der Europäischen Union.»

Der Papst habe sich erkundigt, wie sich die aktuellen Flüchtlingsbewegungen aus Belarus auf Deutschland auswirkten, sagte Steinmeier. Er und der Papst hätten Einigkeit bekundet, dass das Verhalten der belarussischen Führung, Menschen aus dem Nahen Osten zu holen und sie an unterschiedliche Grenzen zu schicken, nicht zu billigen sei.

Zuvor hatte Papst Franziskus ihn und seine Frau Elke Büdenbender eine knappe Stunde zu einer Privataudienz im Apostolischen Palast empfangen. Anschliessend sprach Steinmeier mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Für Steinmeier stand am Montag noch ein Besuch beim Souveränen Malteserorden in Rom an. Dort wolle er unter anderem darüber sprechen, wie Politik und humanitäre Organisationen noch besser zusammenarbeiten könnten.

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