Stefan Büsser

Stefan Büsser frag SRG-Wappler: «Was hättest du gestrichen?»

Simon Binz
Simon Binz

Zürich,

Nach dem Nein zur SRG-Halbierungsinitiative zeigt sich SRF-Chefin Nathalie Wappler im Gespräch mit Stefan Büsser ungewohnt gelöst.

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SRF-Chefin Nathalie Wappler war am Sonntagabend zu Gast bei «Late Night Switzerland» mit Stefan Büsser. - Screenshot/SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bevölkerung hat die SRG-Halbierungsinitiative am Sonntag klar abgelehnt.
  • Nathalie Wappler zeigt sich nach dem Resultat im Interview mit Stefan Büsser erleichtert.
  • Sie bedankte sich als Gast bei «Late Night Switzerland» beim Stimmvolk.

So entspannt und gut gelaunt wirkt Nathalie Wappler selten. Am Sonntagabend war die abtretende SRF-Chefin zu Gast in der Comedy-Show «Late Night Switzerland» bei Stefan Büsser. Nur wenige Stunden zuvor war klargeworden, dass die Bevölkerung die SRG-Halbierungsinitiative ablehnt.

Für Wappler war das Resultat eine spürbare Erleichterung. «Ich bin extrem dankbar für die Unterstützung und den Rückhalt in der Bevölkerung», sagte sie in der Sendung. Das Stimmvolk habe sich für einen starken Service Public ausgesprochen.

Wie stehst du zum Abstimmungsresultat zur SRG-Initiative?

Die 58-Jährige tritt Ende April 2026 nach sieben Jahren als SRF-Direktorin ab. Die Abstimmung hatte ihre letzten Wochen im Amt stark geprägt. Entsprechend emotional fiel ihr Auftritt aus.

Stefan Büsser: «Was hättest du gestrichen?»

Moderator Stefan Büsser wollte während der Sendung von Wappler wissen, welche Sendungen bei einem Initiativen-Ja hätten gestrichen werden müssen. «Was hättest du gestrichen?», fragte er provokativ.

Konkrete Formate wollte Wappler nicht nennen – sie blieb bei ihrer Aussage vage. Klar sei nur gewesen, dass «es sehr viel getroffen» hätte. «Wir hätten an allen Ecken und Enden sparen müssen», erklärte sie. Zögerlich fügte sie hinzu: «Vielleicht auch in der Unterhaltung».

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Als Stefan Büsser fragt, was sie bei einem Halbierungsinitiative-Ja gestrichten hätte, gerät SRF-Chefin Nathalie Wappler in Verlegenheit. - Screenshot/SRF

Büsser sprach im Gespräch auch einen früheren Programmentscheid an: Die Absetzung des Gesellschaftsmagazins «G&G». Ob dies ihr grösster Fehlentscheid gewesen sei, fragte er indirekt.

Wappler wich nicht aus, relativierte aber. «Kein Programmentscheid fällt einem leicht», sagte sie. Als der Teuerungsausgleich gestrichen worden sei, habe SRF schnell handeln müssen. «Das war einer der schwersten Entscheide.»

Stefan Büssi berichtet von seinem «Abenteuerurlaub»

Neben dem politischen Thema brachte Büsser auch seine eigene turbulente Woche in die Sendung. Der Moderator war wegen der Nahost-Krise mehrere Tage in Abu Dhabi gestrandet. Seinen Aufenthalt bezeichnete er scherzhaft als «unfreiwilligen Abenteuerurlaub».

Er zeigte dem Publikum sogar einen Screenshot eines Raketenalarms auf seinem Handy. Er erzählte, er habe sich währenddessen zeitweise auf dem WC versteckt. «Wie mein Hund am 1. August», witzelte Stefan Büsser.

Stefan Büsser
Stefan Büsser sass wegen den Iran-Kriegs mehrere Tage in Abu Dhabi fest. Erst vor sechs Tagen konnte er zurück in die Schweiz reisen. - Instagram / @stefanbuesser

Gegen Ende der Sendung wurde der Ton ernster. Büsser erinnerte daran, dass viele Menschen in Kriegsregionen ihre Meinung nicht frei äussern könnten. Die Showband spielte dazu John Lennons Friedenshymne «Imagine».

Kommentare

User #2875 (nicht angemeldet)

Die Gutmenschen vom SRF sind für Klimaschutz aber jetten in Dubai rum. Die Gutmenschen vom SRF sind gegen Abzockerlöhne, aber beziehen Abzockerlöhne. Die Gutmenschen vom SRF sind für Umweltschutz, aber haben die massenweise Verschrottung von UKW-Radios zu verantworten.

User #2875 (nicht angemeldet)

Das SRF-Programm ist für mich nicht zum Aushalten.

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