Joana Hählen: «Mehr ein Geniessen als Traurigkeit»
Malorie Blanc fährt im Super-G von Val di Fassa auf den starken sechsten Rang. Joana Hählen bestreitet ihr letztes Weltcup-Rennen.

Das Wichtigste in Kürze
- Elena Curtoni gewinnt den Super-G in Val di Fassa.
- Beste Schweizerin ist Malorie Blanc auf Rang sechs.
- Joana Hählen hat ihr letztes Rennen hinter sich.
Die Schweizer Speed-Spezialisten verpassen beim Super-G in Val di Fassa das Podest. Beste Schweizerin ist Malorie Blanc auf dem sechsten Rang.
Der Sieg geht an Elena Curtoni. Italien feiert damit auch beim dritten Rennen innert drei Tagen einen Heimsieg.
Die Top 3
1 – Elena Curtoni (ITA) 1:29.07
2 – Kajsa Vickhoff Lie (NOR) +0,26
3 – Asja Zenere (ITA) +0,27

Karriereende bei Hählen
Joana Hählen fährt in ihrem letzten Rennen auf Rang 28. Die 34-jährige Bernerin hat im Ziel einen Rückstand von 2,20 Sekunden.
Im Ziel scheint das Resultat aber nur nebensächlich zu sein. Hählen wird ihren Kolleginnen empfangen und umarmt.
In ihrer Karriere fuhr Hählen fünfmal auf ein Weltcup-Podest und 27 Mal in die Top 10. 2022 gewann sie bei der Abfahrt in Peking als Sechste ein olympisches Diplom.

Der Super-G ist ihr 167. Weltcup-Rennen. «Ich bin glücklich, sehr dankbar und auch ein bisschen froh, dass es jetzt vorbei ist», sagt Hählen zu SRF. Nach dem Entscheid zum Rücktritt «war es mehr ein Geniessen als Traurigkeit» in Val di Fassa.
Die Ski-Kolleginnen hätten ihr «so schöne und berührende Momente» beschert. «Ich möchte mich noch mal bei allen bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Ich war mehr als die Hälfte meines Lebens bei Swiss-Ski.»
13 Jahre im Weltcup seien «nicht selbstverständlich». Doch «alles Gute hat auch mal ein Ende». An den Schweizer Meisterschaften will Hählen noch teilnehmen.
Beinahe ein Schweizer Podestplatz
Blanc bleibt ihrer Fahrt lange im Rennen um den Tagessieg. Erst im letzten Abschnitt verliert die 22-jährige Walliserin Zeit und fällt mit 37 Hundertsteln Rückstand auf den fünften Platz zurück. Auf das Podest fehlen nur zehn Hundertsteln.
Stefanie Grob rast mit Startnummer 35 auf den zehnten Rang und jubelt über einen Exploit.
Corinne Suter verpasst nach dem Podestplatz am Samstag ein weiteres Spitzenergebnis. Die Schwyzerin verliert auf Siegerin Curtoni 82 Hundertstel und landet auf Platz 13.

Im Kampf um die Super-G-Kugel macht Alice Robinson als Vierte Boden gut auf Disziplinen-Leaderin Sofia Goggia, die Neunte wird. Die Entscheidung fällt beim Saisonfinale im norwegischen Lillehammer Ende März.

Die weiteren Schweizerinnen
Janine Schmitt ist mit 1,56 Sekunden Rückstand zwanzigste.
Jasmine Flury (+2,51), Jasmin Mathis (+3,16), Delia Durrer (+3,18) und Jasmina Suter (+4,39) verpassen die Punkte. Daria Zurlinden kommt nicht ins Ziel.
















