Gemäss einer Mitteilung der ukrainischen Behörden wurde ein Kindergarten von Separatisten beschossen. Nun sorgt sich die OSZE um den Waffenstillstand.
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Der polische OSZE-Vorsitzende Zbigniew Rau. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Berichten der ukrainischen Behörden schossen Separatisten auf einen Kindergarten.
  • Nun sorgt sich die OSZE wegen Verstössen gegen den Waffenstillstand und weitere Abkommen.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sorgt sich wegen Berichten, wonach ein Kindergarten beschossen worden sein soll. «Der wahllose Beschuss ziviler Gebiete ist ein klarer Verstoss gegen den Waffenstillstand und das Minsker Abkommen. Wir fordern die sofortige Verhinderung einer weiteren Eskalation.»

Dies heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des polnischen Aussenministers Zbigniew Rau, der derzeit den OSZE-Vorsitz innehat. Am Donnerstagmorgen wurde im Luhansker Gebiet ein Kindergartengebäude von einem Artilleriegeschoss der Separatisten getroffen – trotz geltendem Waffenstillstand. Dies gaben die ukrainischen Behörden bekannt.

Von Russland unterstützte Rebellen streiten das Geschoss ab

Drei Mitarbeitende wurden demnach leicht verletzt. Auf einem von der ukrainischen Polizei veröffentlichten Video war ein riesiges Loch in der Wand des Kindergartens zu sehen. Die Rebellen wiesen den Vorwurf zurück. Der Vorfall ereignete sich inmitten wachsender Spannungen zwischen den USA und Russland im Ukraine-Krieg.

Seit knapp acht Jahren kämpfen in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk Regierungstruppen gegen von Russland unterstützte Aufständische. UN-Schätzungen zufolge wurden mehr als 14'000 Menschen getötet. Ein Friedensplan liegt auf Eis.

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