Gericht

Maduro vor Gericht in New York: «Bin unschuldig»

Redaktion
Redaktion, Keystone-SDA

USA,

Nach der Festnahme von Nicolás Maduro droht Donald Trump weiteren Ländern mit Militärinterventionen. Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Maduro
Nicolás Maduro auf dem Weg zu seinem Gerichtsprozess in New York. - Screenshot WABC

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Festnahme von Maduro beanspruchen die USA einen Einfluss in Venezuela.
  • Nach anfänglicher Blockade zeigt sich die neue Regierung in Caracas kooperationsbereit.
  • Währenddessen droht Trump weiteren Staaten und verschärft die internationalen Spannungen.

Nach dem überraschenden US-Militäreinsatz in Venezuela und der Festnahme von Machthaber Nicolás Maduro spitzt sich die internationale Lage weiter zu.

Während Washington unter Präsident Donald Trump nun offen eine Führungsrolle in Venezuela beansprucht, signalisiert die neue Übergangsregierung in Caracas überraschend Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den USA.

Hat Trump mit der Festnahme von Maduro gegen das Völkerrecht verstossen?

Gleichzeitig droht Trump weiteren Staaten – darunter Iran und Kolumbien – und sorgt auch mit Aussagen zu Grönland für neue Spannungen. Ausserdem wurde bekannt, dass bei der US-Aktion in Venezuela über 30 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden.

Wie Regierungen weltweit reagieren, welche wirtschaftlichen Folgen sich abzeichnen und wie sich die Lage weiter entwickelt, liest du hier im Nau.ch-Liveticker.

Laut Hegseth: 200 US-Einsatzkräfte an Caracas-Operation beteiligt

22.06: Bei dem Angriff der USA auf Venezuela sind knapp 200 amerikanische Einsatzkräfte im Zentrum der Hauptstadt Caracas gewesen.

Pete Hegseth
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. - keystone

Dies sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Veranstaltung in Newport News im US-Bundesstaat Virginia. Ob es sich dabei ausschliesslich um Soldaten handelte, sagte er nicht.

Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt

20.26: Nach der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden.

Delcy Rodríguez
Delcy Rodríguez wurde nach der Festnahme von Nicolas Maduro als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt. - keystone

Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab.

Jorge Rodríguez als Präsident der Nationalversammlung wiedergewählt

19.50: Inmitten der schweren Regierungskrise in Venezuela nach dem Angriff der USA ist der Linkspolitiker Jorge Rodríguez als Präsident der Nationalversammlung wiedergewählt worden.

Damit führt der 60-jährige Psychiater das Parlament des südamerikanischen Landes bis 2031.

Jorge Rodríguez
Jorge Rodríguez wurde als Präsident der Nationalversammlung wiedergewählt. - keystone

Rodríguez ist der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, die nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte am Wochenende vom Obersten Gerichtshof mit der Leitung der Regierungsgeschäfte betraut wurde.

Venezuela verurteilt US-Angriff scharf

19.14: Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hat der UN-Botschafter des Landes vor dem Weltsicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert.

UN Sicherheitsrat Venezuela
Venezuela prangert im UN-Sicherheitsrat das Vorgehen der USA an. - keystone

Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts, sagte er während einer Sondersitzung des Gremiums in New York.

Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.

Nächster Gerichtstermin am 17. März

18.46: Nach einer rund 30-minütigen Anhörung haben Nicolás Maduro und seine Frau das Gerichtsgebäude verlassen.

Die nächste Verhandlung findet am 17. März statt. Die beiden verbleiben so lange in den USA in Haft.

Maduros Sohn spricht von «Entführung»

18.41: Der Sohn des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat die Ergreifung seines Vaters durch US-Eliteeinheiten in Caracas als Entführung bezeichnet.

Maduro
Der Sohn von Venezuelas Präsident Maduro. - keystone

«Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft», sagte der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra bei der konstituierenden Sitzung der venezolanischen Nationalversammlung.

«Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.»

Auch Maduros Ehefrau plädiert auf «nicht schuldig»

18.35: Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores Maduro äussert sich.

«Ja, ich bin Cilia Flores Maduro, ich bin die First Lady von Venezuela», erklärt sie vor Gericht.

Maduro
Auch Maduros Ehefrau plädiert auf nicht schuldig. - keystone

Auch Flores plädiert auf nicht schuldig und fügt hinzu, dass sie «völlig unschuldig» sei.

Maduro beteuert vor Gericht seine Unschuld

18.28: Seit 18.00 Uhr Schweizer Zeit steht Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in New York vor Gericht.

Maduro
Sitzen seit 18.00 Uhr Schweizer Zeit in New York auf der Anklagebank: Venezuelas Präsident Maduro und seine Ehefrau. - keystone

In seinen ersten öffentlichen Worten seit seiner Überstellung in die USA erklärt Maduro vor Gericht, er sei der Präsident Venezuelas und sei in seinem Haus in Caracas festgenommen worden.

„Ich bin unschuldig, ich bin ein anständiger Mensch, ich bin immer noch der Präsident meines Landes“, fährt er fort, bevor er sich wieder hinsetzt.

Russland und China kritisieren US-Angriff auf Venezuela

18.05: Russland und China haben den US-Angriff auf Venezuela vom vergangenen Wochenende scharf verurteilt.

In einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates bezeichnete Russland das Vorgehen der USA als «Vorbote einer Rückkehr in eine Ära der Gesetzlosigkeit und US-Dominanz durch Gewalt, Chaos und Willkür».

Russland China
Russland und China kritisieren die USA für ihr Eingreifen in Venezuela. - keystone

China kritisierte: «Kein Land kann als Weltpolizei agieren, und kein Staat kann sich anmassen, der internationale Richter zu sein».

Beide Länder sind ständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates. Sie forderten die Freilassung des von den USA gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und dessen Ehefrau.

Übergangspräsidentin besucht verwundete Soldaten

17.51: Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat bei dem US-Angriff am Wochenende verletzte Soldaten besucht. Verteidigungsminister Vladimir Padrino begleitete sie bei der Visite in einem Militärhospital in der Hauptstadt Caracas, wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN meldete.

Delcy Rodríguez
Delcy Rodríguez hat am Montag beim US-Angriff verletzte Soldaten besucht. - keystone

Die venezolanische Regierung hat bislang nicht mitgeteilt, wie viele Menschen bei dem US-Einsatz zur Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro in der Nacht auf Samstag getötet und verletzt wurden. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf einen ranghohen venezolanischen Beamten über 80 Tote.

Macron stellt sich gegen US-Einsatz in Venezuela

17.08: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die von den USA angewandte «Methode» zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kritisiert.

Emmanuel Macron
Ist nicht einverstanden mit dem US-Einsatz in Venezuela: Emmanuel Macron. - keystone

Diese werde von Frankreich «weder unterstützt noch gebilligt», sagte Macron während der Kabinettssitzung in Paris, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon mitteilte.

Ob Macron den US-Angriff als solchen kritisiert oder nur die Art und Weise, wie Maduro festgesetzt wurde, präzisierte die Regierungssprecherin nicht. «Wir verteidigen das Völkerrecht und die Freiheit der Völker», habe der Präsident gesagt.

US-Aktienmärkte setzen auf Öl

16.43: An den US-Aktienmärkten haben die Anleger am ersten Handelstag nach der Maduro-Festnahme auf Ölwerte gesetzt.

Am Montag im frühen Handel profitierten die Aktien der Öl- und Gasindustrie von der Aussicht auf gute Geschäfte in und mit Venezuela in der Zukunft.

Wall Street
An den US-Aktienmärkten wird aktuell auf Ölwerte gesetzt. - keystone

Chevron etwa stiegen um 3 Prozent, Halliburton um knapp 7 Prozent und Valero um über 8 Prozent. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann derweil in den ersten Handelsminuten 0,8 Prozent auf 48'784 Punkte und näherte sich dem Rekordhoch von Mitte Dezember stark an.

Orban freut sich auf sinkenden Ölpreis

16.10: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht im US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von dessen Präsidenten Nicolás Maduro das «kraftvolle Phänomen einer neuen Welt».

Viktor Orban
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht im US-Angriff auf Venezuela ein Phänomen einer «neuen Welt». - keystone

Er betrachte dies nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern sehe nur darauf, was gut ist für Ungarn, sagte er auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Budapest.

«Für Ungarn ist es eine gute Nachricht, dass die USA die Erdölvorkommen Venezuelas unter ihre Kontrolle bringen werden und dadurch der Weltmarktpreis für Öl sinken wird», fügte er hinzu.

Maduro bei New Yorker Gericht angekommen

14:30: Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist bei einem New Yorker Bundesgericht angekommen. Um 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) soll er dort erstmals zu einem Termin erscheinen.

Maduro
Maduro und seine Frau werden in einem gepanzerten Fahrzeug zum Gericht gefahren. - keystone

Auf Videoaufnahmen, die vom US-Sender CNN übertragen wurden, war zu sehen, dass für seinen Transport neben einem gepanzerten Fahrzeug auch ein Helikopter benutzt wurde. Maduro wurde unter anderem von Beamten der US-Drogenpolizei DEA begleitet.

Bundesrat sperrt allfällige Vermögenswerte von Nicolás Maduro in der Schweiz

12.34: Der Bundesrat hat beschlossen, allfällige Vermögenswerte in der Schweiz von Nicolás Maduro und weiterer Personen aus seinem Umfeld mit sofortiger Wirkung zu sperren.

Damit will der Bundesrat sicherstellen, dass kein Abfluss von Vermögenswerten erfolgen kann. Von der Sperrung seien keine Mitglieder der amtierenden venezolanischen Regierung betroffen. Die Sperrung ist komplementär zu den seit 2018 bestehenden Sanktionen gegenüber Venezuela unter dem Embargogesetz.

Maduro
Nicolás Maduro. - keystone

11.24: Ungeachtet der Lage in Venezuela setzt China weiter auf Kooperation mit dem südamerikanischen Land.

Egal, wie sich die politische Situation in Venezuela verändere – Chinas Bereitschaft, die praktische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen, werde sich nicht ändern, sagte Aussenamtssprecher Lin Jian in Peking. Chinas legitime Interessen in Venezuela seien in Übereinstimmung mit dem Gesetz geschützt, erklärte er weiter.

Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück

10:22: Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äusserungen seien eine «illegitime Drohung», er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X.

Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. «Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Grossteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.»

gustavo petro
Kolumbiens Präsident Gustavo Petro. - keystone

Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die grösste Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die Sicherheitskräfte zur Loyalität auf. «Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der Sicherheitskräfte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen.»

Er habe Vertrauen in sein Volk: «Der Befehl an die Sicherheitskräfte lautet, nicht auf das Volk zu schiessen, sondern auf den Angreifer.»

Börsen reagieren gelassen

09:57: Die meisten europäischen Börsen sind zum Wochenauftakt mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Sie haben die geopolitischen Spannungen rund um den US-Angriff auf den südamerikanischen Ölstaat Venezuela weitgehend ausgeblendet.

Rückenwind für Europa kam von den asiatischen Märkten, wo vor allem kräftige Gewinne bei Technologiewerten für positive Vorgaben sorgten.

In den ersten Handelsminuten legte der Leitindex in London um 0,2 Prozent zu, in Frankfurt stieg der Dax um 0,6 Prozent und in Paris gewann der Cac 40 0,3 Prozent.

Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass die starke Entwicklung in Asien die Stimmung in Europa stütze, während die Eskalation rund um Venezuela zunächst nur eine untergeordnete Rolle spiele.

In Zürich hingegen startete der SMI mit 0,7 Prozent im Minus. Gebremst wurde der Gesamtmarkt insbesondere von den defensiven Schwergewichten.

Konjunktursensitive Titel hingegen wurden in der Eröffnungsphase gekauft. Gewinnmitnahmen nach dem starken Dezember kämen nicht überraschend, hiess es aus Marktkreisen.

Ölpreise stabilisieren sich

08:40: Die Ölpreise haben sich nach anfänglichen Verlusten im asiatischen Handel am Montag wieder gefangen. Trotz geopolitischer Spannungen und des Angriffs der USA auf Venezuela blieben die Ausschläge begrenzt.

Ölproduktion
Die Ölpreise haben sich nach anfänglichen Verlusten wieder stabilisiert. (Symbolbild) - keystone

Zunächst waren die Notierungen um rund ein Prozent gefallen, nachdem die USA bei einem Militäreinsatz den venezolanischen Präsidenten festgenommen hatten.

Im weiteren Handelsverlauf drehten die Preise jedoch zeitweise ins Plus. Am frühen Montagmorgen notiert der US-Referenzpreis WTI wieder 0,6 Prozent tiefer bei 56,97 Dollar je Barrel, während die Nordseeöl Brent um 0,6 Prozent auf 60,36 Dollar nachgibt.

Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität

05.15: Trump sieht Neuwahlen in Venezuela derzeit nicht als Priorität. «Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt», sagte Trump vor der Presse.

«Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir grosse Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen», sagte der US-Präsident.

Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet

04.55: Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar.

China: «Kein Land darf Weltpolizist spielen»

04.30: China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. «Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüsten darf», sagte Aussenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen.

Nach Einsatz in Venezuela droht Trump auch Kolumbien

04.15: Nach dem Angriff auf Venezuela hat Trump auch Kolumbien gedroht. Der Republikaner sagte vor Journalisten, Kolumbien sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen».

Donald Trump Kolumbien
Donald Trump hat nach dem US-Angriff auf Venezuela nun auch Kolumbien gedroht. - keystone

Das werde er «nicht mehr lange machen», sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte. Trump hat Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro bereits mehrfach heftig kritisiert, nannte ihn bei seiner Pressekonferenz auf dem Flug nach Washington aber nicht namentlich.

Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA

04.14: Die neue venezolanische Regierung zeigt sich nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. In einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung heisst es: «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt.»

Rodríguez hatte ich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.

Delcy Rodríguez
Venezuelas Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez will nun plötzlich mit den USA zusammenarbeiten. - keystone

Kuba meldet zahlreiche Todesopfer nach US-Angriff

04.11: Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.

Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.

Venezuela Maduro
Mit mehreren Helikoptern rückten die USA nach Venezuela ein. - keystone

Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen seien. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von «vielen Kubanern» gesprochen, die bei der Operation in dem mit Kuba verbündeten Land getötet worden seien.

Trump droht Iran erneut wegen Vorgehen gegen Proteste

04.00: Angesichts von Berichten über Todesopfer bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran hat US‐Präsident Donald Trump der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen gedroht. Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.

«Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden», sagte Trump.

Trump erklärt: USA tragen nun Verantwortung in Venezuela

03.24: Nach der Festnahme von Nicolás Maduro sieht US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten in einer Führungsrolle in Venezuela. An Bord der Präsidentenmaschine Air Force One sagte er, man verhandle bereits mit der neu vereidigten Übergangsregierung. Auf Nachfrage stellte Trump klar: «Es bedeutet, dass wir die Verantwortung tragen.»

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump will US-Konzernen den Zugang zu Venezuelas riesigen, bislang kaum genutzten Erdölreserven geben. - Keystone

Venezuelas Aussenminister: Maduro bleibt Präsident

02.56: Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmässiger Präsident des südamerikanischen Landes.

Aussenminister Yván Gil sagte auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur: «In Venezuela gibt es einen verfassungsmässigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist.»

Iran warnt USA vor weiteren Militäreinsätzen

02.16: Der Iran hat den US-Angriff auf Venezuela verurteilt und Washington vor militärischen Aktionen gegen die Islamische Republik gewarnt. In Teheran wurde ein Banner gezeigt, das den USA und Israel mit der Tötung ihrer Soldaten droht, sollten sie im Iran eingreifen. Die Warnung erhält zusätzliche Brisanz, da Maduro als enger Verbündeter Teherans gilt.

Ölpreise geben nach Festnahme Maduros nach

01.20: Nach dem US-Einsatz in Venezuela sind die Ölpreise gesunken. Ein Barrel der Sorte Brent fiel zum Handelsstart in Asien um rund 0,6 Prozent auf 51,6 Dollar. Auch der US-Referenzpreis WTI gab um 0,7 Prozent nach. Händler verweisen auf Erwartungen steigender Fördermengen, falls US-Konzerne in Venezuela investieren.

ölpreise
Nach dem US-Einsatz in Venezuela sind die Ölpreise gesunken. Ein Barrel der Sorte Brent fiel zum Handelsstart in Asien um rund 0,6 Prozent auf 51,6 Dollar. - dpa

USA halten an Abschiebeschutz-Stopp für Venezolaner fest

00.09: Venezolanische Migranten in den USA erhalten ihren Abschiebeschutz vorerst nicht zurück. Heimatschutzministerin Kristi Noem verteidigte im US-Fernsehen die Aufhebung des «Temporary Protected Status» für rund 600’000 Venezolaner. Betroffene könnten stattdessen Asyl beantragen.

Washington drängt US-Ölkonzerne zu Investitionen in Venezuela

22.55: Die US-Regierung fordert Energieunternehmen zu umfangreichen Investitionen in Venezuela auf. Insidern zufolge ist dies Voraussetzung für Entschädigungen für vor Jahren enteignete Vermögenswerte. Unternehmen wie Exxon Mobil und ConocoPhillips hatten das Land einst verlassen, während Chevron blieb.

EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können

22.45: Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. «Das Recht des venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden», schrieb die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die Stellungnahme wird von allen EU-Staaten mit Ausnahme Ungarns unterstützt.

Trump sorgt mit Grönland-Aussage für neue Spannungen

22.02: US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview erneut internationale Interventionen angedeutet. Mit Blick auf Grönland sagte er: «Wir brauchen Grönland, unbedingt.» Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies die Aussagen scharf zurück und forderte die USA auf, Drohungen gegen den Nato-Partner zu unterlassen.

Kommentare

User #4702 (nicht angemeldet)

In Angola & Uganda sind die Kondome ausverkauft, Makkaroni schickt Hilfslieferungen für die nächsten 7-10 Tage.

User #1864 (nicht angemeldet)

Das Komitee in Oslo zittert ebenfalls.

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