Die Corona-Zahlen in Tschechien steigen weiter. Mit fast 23'000 Neuinfektionen an einem Tag gab es einen neuen Rekord.
Andrej Babis vists President Zeman in Prague
Andrej Babis, geschäftsführender Ministerpäsident Tschechiens an einer PK Mitte November 2021. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • 22'936 Corona-Infektionen in 24 Stunden meldete die tschechische Regierung am Samstag.
  • Das sind so viele wie noch nie seit Pandemie-Beginn.
  • Trotz der hohen Zahlen und niedriger Impfquote wird vorerst auf einen Lockdown verzichtet.

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Tschechien hat einen neuen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 22'936 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie 2020. Nach aktuellen Zahlen gab es in Tschechien innerhalb von sieben Tagen 929 Neuinfektionen je 100'000 Einwohner. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 847. Am stärksten sind die östlichen Landesteile betroffen.

Trotz hoher Corona-Zahlen will Tschechien im Gegensatz zum Nachbarland Österreich auf einen landesweiten Lockdown vorerst verzichten. Dies hatte der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis am Freitag in Prag bekräftigt. Gegen flächendeckende Schliessungen hatte sich zuvor auch sein designierter Nachfolger, der liberalkonservative Wahlsieger Petr Fiala, ausgesprochen.

Von Montag an wird Tschechien in vielen Bereichen wie in Gaststätten und Hotels die 2G-Regel gelten. Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene. Das Kabinett hatte zudem am Freitag eine Ausweitung der landesweiten Massentests beschlossen. Alle Schülerinnen und Schüler mit Ausnahme der Geimpften müssen künftig wöchentlich einen Antigentest absolvieren.

Auch in den Firmen müssen Ungeimpfte wöchentlich getestet werden. Rund ein Drittel der Unternehmen macht dies bereits freiwillig. Nur 6,2 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner des EU-Mitgliedstaats sind vollständig geschützt.

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