Menschen zeigen sich sorgloser im Umgang mit Corona

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    Deutschland,

    Im Vergleich zum Sommer ergreifen die Deutschen laut einer Umfrage weniger Massnahmen, um sich vor dem Coronavirus zu schützen - und das, obwohl die Fallzahlen gestiegen sind.

    Laut einer Umfrage machen sich weniger Menschen als noch im Sommer Sorgen wegen des Coronavirus. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild
    Laut einer Umfrage machen sich weniger Menschen als noch im Sommer Sorgen wegen des Coronavirus. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen machen sich die Menschen in Deutschland weniger Sorgen über die Auswirkungen des Coronavirus.

    In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gaben lediglich 12 Prozent der Befragten an, über körperliche Auswirkungen beunruhigt oder sehr beunruhigt zu sein. 17 Prozent erklärten, beunruhigt über ihre psychische Gesundheit zu sein. 11 Prozent machen sich demzufolge Gedanken über ihre wirtschaftliche Situation.

    Die Menschen gehen zum Herbstbeginn auch weniger auf Distanz zu ihren Mitmenschen, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ende Juni, als die Infektionszahlen vergleichsweise niedrig waren, gaben noch 50 Prozent der Befragten an, weniger das Zuhause zu verlassen, um sich zu schützen. Nun sind es nur noch 30 Prozent. 64 Prozent äusserten Ende Juni, seltener Freunde und Familie zu treffen. Das sagten nun nur noch 44 Prozent.

    Die Erhebung, die regelmässig durchgeführt wird, zeigt zudem, dass die 2G-Regel (geimpft, genesen) in der Bevölkerung auf deutlich weniger Zustimmung trifft als die 3G-Regel (geimpft, genesen oder negativ getestet). 83 Prozent der Befragten sehen die 3G-Regel als eine angemessene Massnahme zur Eindämmung des Coronavirus, die 2G-Regel wird im Vergleich nur von 56 Prozent befürwortet.

    Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende repräsentative Befragung (deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren). Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1000 Befragten fortgeführt. Die aktuelle Umfrage wurde am 28. und 29. September durchgeführt.

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