Blockaden und Festnahmen an Frankreichs Gymnasien nehmen zu

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Frankreich,

    An Frankreichs Gymnasien protestieren Schüler gegen marode Gebäude und fehlende Lehrkräfte. Laut Behörden gab es rund 440 Festnahmen.

    Frankreichs Gymnasien
    Blockaden, Verletzte und rund 440 Festnahmen: An Frankreichs Gymnasien protestieren Schüler gegen fehlende Mittel und Lehrkräfte. - keystone

    Die Proteste an Frankreichs Gymnasien haben sich ausgeweitet und zu zahlreichen Festnahmen geführt, wie «web.de» berichtet. Innenminister Laurent Nuñez nannte in einem Fernsehinterview vorläufig 440 Festnahmen, meist wegen Sachbeschädigung oder Angriffen auf Ordnungskräfte.

    Laut «web.de» war der Zugang zu 40 Gymnasien am Mittag komplett blockiert, an 44 weiteren versuchten Protestierende Blockaden. Insgesamt waren 338 Einrichtungen betroffen, während die Gymnasialgewerkschaft USL sogar von 400 blockierten Gymnasien sprach.

    Findest du, dass Schüler mit Blockaden auf Missstände an ihren Schulen aufmerksam machen dürfen?

    Die Bewegung begann laut «SRF» vor einer Woche in der Region Paris und erfasst nun Frankreichs Gymnasien in weiteren Landesteilen. Blockiert wurden Schulen unter anderem in Paris, Lyon und Nizza, offenbar verstärkt durch soziale Medien.

    Was Schüler an Frankreichs Gymnasien beklagen

    Die Proteste an Frankreichs Gymnasien richten sich laut «web.de» gegen fehlende Mittel, zu wenige Lehrkräfte und heruntergekommene Gebäude.

    In Lille verwiesen Schüler laut «nachrichten.fr» zudem auf steigende Preise in Schulmensen, bauliche Mängel und Probleme in Internaten. Im Département Alpes-Maritimes war der Betrieb an zehn Gymnasien beeinträchtigt, die Präfektur berichtete überwiegend von ruhigem Verlauf.

    Frankreichs Gymnasien
    Die Proteste an Frankreichs Gymnasien weiten sich aus. Nach Behördenangaben wurden 338 Schulen von Blockaden oder Aktionen erfasst. - keystone

    Laut dem «SRF» brannten bei den Aktionen Mülltonnen, Feuerwerkskörper wurden geworfen, und das Bildungsministerium zählte rund 30 Verletzte. Unter den Verletzten waren sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Mitarbeitende des Bildungswesens.

    Reaktionen auf die Proteste

    Am Montag gab es 164 Festnahmen, zudem wurden zwölf Sicherheitskräfte und rund zwölf Schüler verletzt. Bei den Verletzten handelte es sich laut «nachrichten.fr» auch um acht Beschäftigte des Bildungswesens, darunter drei Schulleiter.

    Der Bildungsminister kritisierte laut dem «SRF» die Gewalttaten. Er sagte aber, ein Teil davon gehe offenbar von Personen ausserhalb der Gymnasien aus.

    Während die Regierung Gewalt der Protestierenden beklagt, warnen die Gewerkschaften laut «web.de» vor einem Polizeieinsatz gegen legitime Proteste. Zudem fand am Dienstag ein Streiktag im öffentlichen Dienst statt, Premier Sébastien Lecornu will am Donnerstag den Haushaltsentwurf vorlegen.

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    Kommentare

    User #3450 (nicht angemeldet)

    was wir früher für Schulmaterial hatten wir gingen auch nicht auf die Strasse. Festnehmen einbuchten

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