Razzia

    Gross angelegte Razzia gegen Geldwäscher und «Hells Angels»

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Mit einer gross angelegten Razzia geht die Polizei nach dpa-Informationen mit mehr als 1.000 Einsatzkräften in Deutschland und anderen europäischen Ländern seit dem Morgen gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und Rocker der «Hells Angels» vor. Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden.

    ARCHIV - Ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels nimmt an einem Protestkorso teil. 1.200 Polizisten sind bei der Razzia im Einsatz. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
    ARCHIV - Ein Mitglied der Rockergruppe Hells Angels nimmt an einem Protestkorso teil. 1.200 Polizisten sind bei der Razzia im Einsatz. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa - Keystone/dpa/Fredrik von Erichsen

    Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, richtet sich der Einsatz gegen ein internationales Netzwerk von Geldwäschern sowie gegen eine kriminelle Vereinigung. Bei dieser handelt es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um die «Hells Angels». Insgesamt werden laut Polizei mehr als 100 Objekte durchsucht, es gibt 71 Beschuldigte.

    Darunter sind laut den Ermittlungsbehörden «Verantwortliche eines bundes- und europaweit tätigen Geldwäschenetzwerks und hochrangige Mitglieder einer Rockergruppierung.» Ihnen werde «insbesondere die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmässige Erpressung, banden- und gewerbsmässiger Betrug und gewerbsmässige Geldwäsche vorgeworfen», hiess es in einer Mitteilung. Ausserdem gehe es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.

    Zahlreiche Durchsuchungen in NRW – Grosseinsatz in Duisburg

    Ein dpa-Reporter beobachtete am Mittwochmorgen einen sehr grossen Polizeieinsatz mit Spezialeinsatzkräften (SEK) an der Adresse eines einflussreichen «Hells Angels»-Rockers in Duisburg.

    Die Polizei berichtete von zahlreichen Durchsuchungsmassnahmen in NRW. Parallel dazu finden den Angaben zufolge Durchsuchungen von sechs Objekten in den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern sowie von sieben Objekten in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden in eigener Zuständigkeit statt.

    Federführend bei den Ermittlungen sind die Staatsanwaltschaft Duisburg und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in NRW ist ebenfalls involviert.

    «Der Fall verdeutlicht exemplarisch die Verflechtung krimineller Gruppierungen im Bereich der Organisierten Kriminalität und der internationalen Wirtschaftskriminalität», so die Ermittler: «Durch professionelle Verschleierungshandlungen werden dabei erhebliche Geldbeträge einem künstlichen Wirtschaftskreislauf zugeführt und durch Straftaten erlangtes Vermögen unter anderem in Firmen und Grundbesitz investiert.»

    Laut «Bild» laufen die Ermittlungen bereits seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt war demnach eine spektakuläre Schiesserei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022. Bei der Auseinandersetzung in dem Stadtteil von Duisburg mit mehr als 100 Beteiligten waren damals Rocker mit Mitgliedern einer türkisch-libanesischen Grossfamilie aneinandergeraten.

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    Kommentare

    User #6197 (nicht angemeldet)

    Haben sie nicht erst gerade sowas gemacht und praktisch nichts gefunden, nicht mal ne schusswaffe?

    User #1345 (nicht angemeldet)

    Die 81er gibt es seit 1948 und jetzt geht man gegen sie vor? Hahaha... Als wüsste man nicht was ihr Tägliches Metier ist!

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