Die Delta-Variante des Coronavirus macht Grossbritannien zu schaffen. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich im Vergleich zum Mai mehr als verdreifacht.
Die Londoner Innenstadt bei regem Verkehr.
Die Londoner Innenstadt bei regem Verkehr. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch meldeten die britischen Behörden 9055 neue Corona-Fälle.
  • Inzwischen liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 70, während sie Anfang Mai noch unter 20 lag.

Die Delta-Variante des Coronavirus treibt die Zahl der Neuinfektionen in Grossbritannien weiter deutlich in die Höhe. Am Mittwoch meldeten die Behörden 9055 neue Fälle.

Das waren etwa 1380 mehr als am Vortag und der höchste Tageswert seit Februar. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag Anfang Mai noch unter 20. Inzwischen stieg sie wieder auf deutlich mehr als 70 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Wie schnell sich das Virus derzeit ausbreitet, zeigt die Gesamtzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage: 55'216 Fälle zwischen dem 10. und 16. Juni bedeuten ein Plus von fast einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche.

Spital-Einweisungen nahmen um 40 Prozent zu

Experten gehen zudem von einer Dunkelziffer in etwa gleicher Höhe aus. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm im Wochenvergleich sogar um 40 Prozent zu.

London Strasse
Blick auf eine Londoner Strasse. - Pixabay

Wegen der Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Delta-Variante hat Premierminister Boris Johnson die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen in England um vier Wochen verschoben.

Die Regierung mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht, will die bisher gelockerten Regeln aber nicht zurücknehmen und nun spätestens am 19. Juli alle Restriktionen beenden. Bis dahin soll das Impfprogramm noch einmal Fahrt aufnehmen. Bisher wurden 57,8 Prozent der Erwachsenen die für den vollen Schutz notwendigen zwei Impfdosen verabreicht.

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