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    Amazon plant Investitionen von 200 Milliarden Dollar

    Keystone-SDA
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    USA,

    Amazon übertrifft seine Tech-Rivalen bei den Investitionen: Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Für Anleger schwer zu verdauen. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um acht Prozent.

    Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon sowohl durch die Cloud-Sparte als auch durch das gut laufende Handelsgeschäft. (Archivbild)
    Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon sowohl durch die Cloud-Sparte als auch durch das gut laufende Handelsgeschäft. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/PETER KNEFFEL

    Laut Amazon-Chef Andy Jassy soll der Grossteil des Geldes in den Ausbau der KI-Infrastruktur gehen. Der Konzern rechne auf lange Sicht mit einer profitablen Geldanlage. Amazon ist stark im Geschäft mit Rechenleistung und Speicher aus der Computer-Cloud – und profitiert damit auch vom Boom bei Künstlicher Intelligenz. Der Umsatz der Cloud-Sparte AWS wuchs im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

    Auch andere Tech-Konzerne investieren massiv in den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten. So kündigte der Google-Mutterkonzern Alphabet erst am Vortag für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar an. Der Facebook-Konzern Meta plant mit 115 bis 135 Milliarden Dollar. Zugleich ist nach wie vor offen, ob die gewaltigen Investitionen in KI-Technologie und die Infrastruktur dafür überhaupt zurückverdient werden können.

    Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon sowohl durch die Cloud-Sparte als auch das gut laufende Handelsgeschäft. Im vergangenen Quartal wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 21,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 20 Milliarden Dollar gewesen.

    Gedrückt wurde der Gewinn durch Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar unter anderem für die Beilegung eines Steuerstreits in Italien. Die Schliessung von Lebensmittel-Läden unter den Marken Amazon Fresh und Amazon Go in den USA brachte eine Belastung von 610 Millionen Dollar mit sich.

    Amazon selbst verändert sich ebenfalls. Der Konzern baut in zwei Wellen rund 30'000 Bürojobs ab – auch unter Verweis auf den Wandel durch Künstliche Intelligenz. Die Streichungen brachten im vergangenen Quartal eine Belastung von 730 Millionen Dollar für Abfindungen mit sich.

    In den Vertriebszentren werde man zwar immer «eine Menge» Leute beschäftigen – aber Robotik werde ihnen monotone Tätigkeiten abnehmen, sagte Jassy. Das steigere die Produktivität und mache die Arbeit auch sicherer für Menschen.

    Bei der Handelsplattform setzt Jassy auf den Ausbau des Sortiments – unter anderem bei Alltagsartikeln. «Wenn man mehr und mehr bei Amazon bestellen kann, denkt man an Amazon als Erstes», argumentierte er. Das habe sich in den USA zuletzt auch beim Verkauf frischer Lebensmittel gezeigt.

    Kommentare

    User #4897 (nicht angemeldet)

    Amazon kommt nach Zürich mit Milliarden Investitionen.

    User #4935 (nicht angemeldet)

    Was kommt da alles auf uns zu, wer soll das bezahlen?

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