Grönlands Politiker müssen nach USA-Treffen erstmal eine rauchen
Beim Treffen gab es in der Grönland-Frage keine Einigkeit, europäische Länder schicken Soldaten auf die Insel. Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump beansprucht Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit für sich.
- Dänemark, Grönland und die Europäer stemmen sich dagegen.
- Mehrere Länder haben Soldaten für eine «Erkundungsmission» entsandt.
- Im Nau.ch-Ticker verpasst du keine neue Entwicklung.
Am Mittwoch trafen sich die Aussenminister der USA, Dänemarks und Grönlands in Washington.
Einigkeit über die Arktisinsel herrscht nicht, die Länder bilden eine gemeinsame Arbeitsgruppe für weitere hochrangige Gespräche.
Derweil beharrt Donald Trump auf seinen Gebietsansprüchen – aus Gründen der nationalen Sicherheit.
Hier im Ticker bleibst du über die Geschehnisse rund um Grönland auf dem Laufenden.
Deutsche Bundeswehr nach Grönland aufgebrochen
11.31: Die deutsche Bundeswehr ist mit einem Erkundungsteam nach Grönland gestartet.
Dazu flog ein Transportflugzeug vom Typ A400M mit Soldaten an Bord los, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) erfuhr.

Die Soldaten sollen in die Hauptstadt Nuuk gebracht werden, legen aber noch einen Zwischenstopp ein. Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte am Vorabend angekündigt, es sollten 13 Soldaten geschickt werden.
«Ziel ist, die Rahmenbedingungen zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden.» Das hatte das Ministerium mitgeteilt.
Nach Treffen müssen Grönlands Politiker erst einmal rauchen
11.22: Der Frust bei dänischen und grönländischen Politikerinnen und Politikern sitzt nach einem Treffen mit den USA offenbar tief.
Das zeigen Bilder von gestern Abend. Darauf zu sehen ist die dänisch-grönländische Delegation.
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Sie zündet sich nach dem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio, bei dem es keine Einigung gab, erst einmal Zigaretten an. Dazu wirken sie äusserst konsterniert.
700 Milliarden US-Dollar für Grönland?
08.37: Donald Trump denkt neben einer militärischen Lösung auch über einen Kauf Grönlands nach.
Laut einem Bericht von «NBC News» könnte das aber teuer werden. Denn: Ein Kauf Grönlands könnte die USA bis zu 700 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 560 Milliarden Franken) kosten.

Ein immenser Geldbetrag, selbst für die USA. Denn: 700 Milliarden US-Dollar entsprechen über der Hälfte des Jahresbudgets des US-Verteidigungsministeriums.
Die Summe soll von ehemaligen US-Beamten und Forschenden geschätzt worden sein.
Macron: Erste Soldaten auf dem Weg nach Grönland
03.00: Emmanuel Macron teilt auf X mit, dass erste französische Soldaten auf dem Weg nach Grönland sind. «Weitere werden folgen.»
Macron sprach von «gemeinsamen Übungen», die Dänemark organisiert habe und die unter dem Namen «Operation Arctic Endurance» liefen. Auch Schweden und Norwegen haben ihre Teilnahme zugesagt.

Das deutsche Verteidigungsministerium hat ebenfalls angekündigt, Soldaten zu entsenden. Gesprochen wurde von einer «Erkundung», um Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung bei der Gewährleistung der Sicherheit auszuloten.
Die Mission werde von Donnerstag bis Samstag dauern und mit weiteren europäischen Nationen durchgeführt.
Nur jeder fünfte Amerikaner für Grönland-Einnahme
02.30: Donald Trump will Grönland unbedingt übernehmen.
Damit spricht er aber nur für eine kleine Minderheit seiner Bürger, wie eine Umfrage von «Reuters» zeigt: Bloss 17 Prozent sprechen sich für die Annexion aus, 47 Prozent dagegen.

Unter den republikanischen Wählern zeigt sich ein anderes Bild: 40 Prozent stimmen Trumps Übernahme-Plänen zu, 14 Prozent sind dagegen, 46 Prozent unentschieden.
Bei den Demokraten sind bloss zwei Prozent dafür, fast 80 Prozent sprechen sich gegen die Pläne aus.
Der US-Präsident schliesst den Einsatz militärischer Mittel nicht aus. Nur vier Prozent der Bürger fänden diesen Einsatz gut, auch bei den Republikanern sind es bloss acht Prozent.












