Deutscher Satiriker sorgt in Grönland mit US-Flagge für Empörung

Maja Bojic
Maja Bojic

Grönland,

Der deutsche Kabarettist Maxi Schafroth sorgt in der Hauptstadt von Grönland mit satirischer US‑Flaggenaktion für Empörung und ein Bussgeld.

Maxi Schafroth Grönland
In Grönland sorgt der deutsche Kabarettist Maxi Schafroth mit einer satirischen US‑Flaggenaktion für Empörung. (Archivbild) - keystone

Der 41‑jährige deutsche Kabarettist Maxi Schafroth befand sich vor einem Kulturzentrum in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Dort versuchte er, eine US‑Flagge zu hissen, berichten Medien.

Laut «Euronews» wollte er dabei darlegen, dass er ein US‑Beamter sei. Anschliessend verliess er unter den missbilligenden Blicken der Umstehenden den Ort.

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Einheimische und Mitarbeitende des Kulturzentrums hielten ihn daran, die Flagge hochzuziehen, wie Augenzeugen vor Ort mitteilten. Demnach wurde der Vorfall bei der Polizei angezeigt und führte zu einem Bussgeld gegen den Satiriker.

Bürgermeisterin von Grönland kritisiert US‑Flaggenaktion von Satiriker

Die Bürgermeisterin des Bezirks Kommuneqarfik Sermersooq rief Medienschaffende laut «Euronews» zu verantwortungsvollem Handeln auf.

Sie bezeichnete die Aktion als «nicht lustig» und «immens schädlich». Ihrer Ansicht nach schüre sie die Ängste vieler Einwohner angesichts internationaler Spannungen weiter.

Der grönländische Aktivist Orla Joelsen veröffentlichte laut «new‑facts.eu» auf sozialen Netzwerken ein Video der Szenerie. Er fragte, warum der Kabarettist in Nuuk sei, wenn er die Werte der Gemeinschaft nicht respektiere.

Satire‑Dreh in Grönland sorgt für Verwirrung und politische Debatten

Die Dreharbeiten fanden im Rahmen der deutschen Satiresendung «extra 3» des Norddeutschen Rundfunks statt, wie die «Evangelische Zeitung» schreibt. Der Sender erklärte, es sei nie beabsichtigt gewesen, dass Einheimische denken, die Satire richte sich speziell gegen sie.

Nuuk auf Grönland
Die Dreharbeiten fanden im Rahmen der deutschen Satiresendung «extra 3» in Grönland statt. (Archivbild) - keystone

Zwischenzeitlich berichteten Beobachter, Schafroth habe ausserdem behauptet, Donald Trump sei in Nuuk gelandet. Diese Aussage führte zu weiterer Verwirrung in der Stadt.

Der Vorfall ereignet sich laut «Euronews» vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen um mögliche politisch‑militärische Interessen der USA an Grönland.

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Kommentare

User #6389 (nicht angemeldet)

Ich denke mal, statt "hielten ihn daran", soll es heissen "hielten ihn davon ab". Formulierungen sollte man schon kennen, wenn man Artikel schreibt.

User #3964 (nicht angemeldet)

Die Empörenden*innen sind mal wieder empört. Satire ist heute halt problematisch.

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