Ferrari weist Kaufzwang für Luce zurück
Der Ferrari Luce steht weiter im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Hersteller weist Gerüchte über einen angeblichen Kaufzwang entschieden zurück.

Ferrari hat Berichte zurückgewiesen, wonach Kunden den neuen Luce erwerben müssten, um künftig exklusive Modelle zu erhalten. Nach Angaben des Herstellers soll der Elektro-SUV ausschliesslich Käufer ansprechen, die echtes Interesse am Fahrzeug zeigen.
Das Unternehmen befürchtet, dass erzwungene Käufe langfristig negative Folgen für die Kundenzufriedenheit und die Restwerte hätten. Deshalb sollen Händler darauf achten, dass Bestellungen freiwillig erfolgen und nicht aus strategischen Gründen abgegeben werden.
Wie «Ecomento» berichtet, kostet der Ferrari Luce rund 550'000 Euro (ca. 506'660 Franken) und bietet Platz für fünf Personen. Zudem verweist Ferrari auf eine besonders loyale Kundschaft mit vielen langjährigen Besitzern mehrerer Fahrzeuge.
Ferrari Luce erfüllt laut Hersteller die Erwartungen
Die Diskussionen entstanden durch Berichte aus Sammler- und Investorenkreisen über mögliche Vorteile bei limitierten Fahrzeugen. Einige Kunden befürchteten offenbar Nachteile beim Zugang zu exklusiven Modellen ohne eine Bestellung des neuen Stromers.
Ferrari widerspricht dieser Darstellung jedoch ausdrücklich und verweist auf ein anderes Kundenprofil für den Luce. Nach Unternehmensangaben entspricht die bisherige Nachfrage den Erwartungen und verteilt sich auf verschiedene Käufergruppen.
Laut «Focus» liegt das Verhältnis zwischen neuen und bestehenden Kunden derzeit ungefähr bei fünfzig zu fünfzig. Gleichzeitig betont Ferrari, dass unzufriedene Käufer dem Markenimage langfristig schaden könnten.
Führungswechsel bei Ferrari
Kurz nach der Vorstellung des ersten Elektro-Ferrari kommt es zudem zu einer personellen Veränderung im Management. Marketingchef Enrico Galliera verlässt das Unternehmen nach insgesamt sechzehn Jahren bei der italienischen Sportwagenmarke.
Sein Nachfolger wird Massimiliano Di Silvestre, der zuletzt das Italien-Geschäft von BMW geführt hatte. Unter seiner Leitung entwickelte sich BMW dort zum Marktführer im Premiumsegment.

Wie die «WirtschaftsWoche» berichtet, erfolgt der Wechsel nach den gemischten Reaktionen auf den Ferrari Luce. Kritisiert wurden unter anderem das ungewöhnliche Design und die Abkehr von klassischen Antriebskonzepten.
















