Die Debatte um die Corona-Isolationsregeln geht in die nächste Runde: FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Dürr schlägt eine Alternative zur Isolationspflicht bei einer Corona-Infektion vor.
FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Dürr schlägt vor, sich hinsichtlich der Corona-Isolationsregeln an anderen europäischen Ländern zu orientieren.
FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Dürr schlägt vor, sich hinsichtlich der Corona-Isolationsregeln an anderen europäischen Ländern zu orientieren. - Kay Nietfeld/dpa

FDP-Fraktionschef Christian Dürr nimmt die Debatte über Lockerungen bei den Corona-Isolationsregeln wieder auf. «Viele andere europäische Länder gehen den Weg, dass sich positivGetestete nicht mehr in Zwangsisolation begeben müssen», sagte er dem «Spiegel».

«Auch da sollten wir in Deutschland auf mehr Eigenverantwortung setzen, wie wir es auch bei anderen Infektionskrankheiten tun. Zum Beispiel könnte man nach einer Infektion mit Maske das Haus verlassen und Abstand halten.»

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte Vorschläge für ein weitgehendes Ende der amtlich angeordneten Isolationspflicht für Infizierte erst Anfang April nach einer Welle der Kritik einkassiert. Dies würde «psychologisch das falsche Signal» senden und als Schritt der Lockerung verstanden. Die Gesundheitsämter sollen eine Isolation daher weiter anordnen, nur die Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten nicht mehr. Die Dauer der Absonderungen soll zudem auf fünf Tage verkürzt werden. Das Ministerium hatte einen neuen Vorschlag an die Länder dazu angekündigt.

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