Start für «Ostdeutsche Allgemeine Zeitung» - Erste Ausgabe am Freitag
Mit mehr ostdeutschen Perspektiven will die «Ostdeutsche Allgemeine Zeitung» (OAZ) ab Freitag für Bewegung auf dem deutschen Medienmarkt sorgen.

Am ersten Tag erscheint eine gedruckte Ausgabe mit einer Auflage von rund 43.000 Exemplaren, sagte OAZ-Geschäftsführer Dirk Jehmlich der Deutschen Presse-Agentur.
Als Printausgabe kommt die OAZ künftig immer freitags auf den Markt, an den übrigen Tagen gibt es eine digitale Ausgabe inklusive E-Paper. Die Zeitung erscheint im neu gegründeten Ostdeutschen Verlag, der wie der Berliner Verlag («Berliner Zeitung») zur Ostdeutschen Medienholding GmbH gehört.
«Wir wollen das Leitmedium in Ostdeutschland werden», kündigte Chefredakteur Dorian Baganz an, den Verleger Holger Friedrich vom Wochenblatt «Der Freitag» für sein neues Projekt holte. «Der Osten wird oft problematisiert, erklärt oder übergangen – meist aus einer Distanz heraus, die wenig Alltagserfahrung mitbringt», heisst es in den publizistischen Leitlinien der neuen Zeitung. Sie versteht sich als «Bühne für unterschiedliche Perspektiven, die aus Ostdeutschland in den gesamtdeutschen Diskurs eingebracht werden».
Zuletzt haben rund 25 Redakteure, darunter Journalisten der «Berliner Zeitung» die ersten Ausgaben vorbereitet, langfristig sollen laut Jehmlich 50 Redakteure für die OAZ arbeiten.
Die neue Zeitung erscheint mit einer einheitlichen Ausgabe, es sind keine lokalen Ableger geplant. Der neue Verlag hat seinen Sitz in Dresden, die Leitung der Ressorts wird auf verschiedenen Städte im Osten verteilt. «Wir stellen uns dezentral auf und verteilen die Fachkompetenz über ganz Ostdeutschland. In Dresden haben wir beispielsweise unser Wirtschaftsressort angesiedelt», erklärte Baganz. Das Kulturressort wird in Weimar angesiedelt, die Leitung des Politikressorts ist in Magdeburg geplant.
Die Printausgabe am Freitag erscheint im rheinischen Format mit einem Umfang von 56 Seiten. Sie soll auch in grossen westdeutschen Städten zu kaufen sein. Die Zeitung kostet 3,90 Euro, das Digitalabo monatlich 12 Euro.










