Neue Ambulanz für Long Covid am Wiener AKH geplant
Am Wiener Allgemeinen Krankenhaus entsteht eine Ambulanz für Long Covid an der Psychiatrie. Behandlungen nach Depressionstherapie-Schema laufen bereits.

Die Long-Covid-Ambulanz soll an der Universitätsklinik für Psychiatrie in Wien angesiedelt werden. Ein festes Eröffnungsdatum fehlt noch, doch Interessierte können sich vormerken, wie «Kurier» berichtet.
Behandlungsversuche basieren auf einem Depressionstherapie-Schema. Dieses vierstufige Konzept testet die Psychiaterin Lucie Bartova bereits, meldet «BVZ».
Bartova spezialisiert sich auf therapieresistente Depressionen. Sie sieht Ähnlichkeiten zu Long-Covid-Symptomen wie Erschöpfung und Schlafstörungen, berichtet «News.at».
Ambulanz organisatorisch der Psychiatrie zugeordnet
Ihr Team behandelte bereits etwa hundert Patienten. Bei den meisten zeigte sich eine Besserung, wie sie laut «News.at» gegenüber «Datum» erklärte.
Die neue Long-Covid-Ambulanz am AKH Wien ist organisatorisch der Psychiatrie zugeordnet. Fachleute betonen, dass Long Covid sowohl körperliche als auch psychische Aspekte umfassen kann, berichtet der «Kurier».

Die Post-Exertional-Malaise (PEM) werde oft mit Depressionen verwechselt. Aktivierungstherapien verschlechtern den Zustand bei Betroffenen, analysieren Fachleute nach «News.at».
CoviKET beschreibt Long Covid als heterogenes Syndrom
Das Projekt «CoviKET» beschreibt Long Covid als heterogenes Syndrom, berichtet «BVZ». Symptome reichen von Fatigue bis zu Schmerzen und vegetativen Störungen, wie Unterlagen des Projekts zeigen.
Als Ursachen werden unter anderem chronische Entzündungsprozesse diskutiert, berichten Projektunterlagen. Auch vaskuläre ZNS-Schäden und Störungen von Neurotransmittern werden als mögliche Faktoren genannt, so «News.at».
Nasal verabreichtes Esketamin wird im Rahmen der Behandlung eingesetzt. Laut «Kurier» ist es bei therapieresistenter Depression leitliniengerecht und kann zur Remission führen.
Experten fordern interdisziplinäre Long-Covid-Behandlung
Therapeutische Algorithmen aus der Behandlung von Angststörungen fliessen in das Konzept ein. Ergänzend sind Lebensstiländerungen und medikamentöse Therapien vorgesehen, berichtet «BVZ».
ORF und «Datum» berichteten bereits im Vorjahr über Bartovas Arbeit. Ähnliche Symptomüberschneidungen mit Depressionen hätten den gewählten Ansatz mitbegründet, erklärte sie damals.
Experten fordern einen interdisziplinären Ansatz in der Behandlung von Long Covid. Eine rein psychiatrische Betreuung greife zu kurz und vernachlässige organische Aspekte, berichtet der «Kurier».
















