EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat sich mit Papst Franziskus zu einer Privataudienz getroffen. Dabei sprachen sie über das Thema Migration.
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Der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli. - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • David Sassoli und Papst Franziskus haben sich am Samstag im Vatikan getroffen.
  • Dabei sprachen sie über die Lage von Migranten im Mittelmeer.
  • Immer wieder machen sich Menschen in kleinen Schlauchbooten auf den Weg nach Europa.

EU-Parlamentspräsident David Sassoli hat mit Papst Franziskus bei einer Privataudienz über die Lage von Migranten im Mittelmeer gesprochen. «Ein Europa, das Menschen auf dem Meer nicht rettet und sie sterben lässt, drückt keine Menschlichkeit aus.» Dies sagte der 65-jährige Sozialdemokrat am Samstag nach dem Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche vor Journalisten im Vatikan.

Migranten Mittelmeer
Ein völlig überfülltes Schlauchboot treibt im Mittelmeer. (Symbolbild) - dpa

Die Menschen müssten gerettet werden. Es gehe aber um Tausende Menschen, nicht um Millionen. «Wir müssen zeigen, dass Themen wie Aufnahme und Integration sehr wichtig sind», erklärte der Italiener weiter.

Papst: Mittelmeer ist «grösster Friedhof Europas»

Der Vatikan teilte im Nachgang der Audienz nichts zu den Gesprächsinhalten mit. Papst Franziskus hatte unlängst beim traditionellen Angelus-Gebet das Mittelmeer als «grössten Friedhof Europas» bezeichnet.

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Papst Franziskus spricht zu Gläubigen auf dem Petersplatz. - Keystone

Von Libyen oder Tunesien aus machen sich Menschen in kleinen Schlauchbooten immer wieder auf den Weg in Richtung Europa. Dies über das zentrale Mittelmeer.

Einige geraten in Seenot, kentern und sterben. Oder werden von der Küstenwache abgefangen und zurück in Länder gebracht, wo ihnen Gewalt dort. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration starben seit Jahresbeginn mehr als 690 Migranten im Mittelmeer.

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