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    EU beschliesst Start von Ukraine-Beitrittsverhandlungen

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    Deutschland,

    Die Europäische Union hat den Start der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine beschlossen.

    Bundeskanzler Olaf Scholz im Gespräch mit EU-Ratspräsident Charles Michel.
    Bundeskanzler Olaf Scholz im Gespräch mit EU-Ratspräsident Charles Michel. - Omar Havana/AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU hat entschieden, Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau zu beginnen.
    • Georgien wird den Status eines Beitrittskandidaten erhalten.

    Die Europäische Union hat nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel entschieden, EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und mit Moldau zu beginnen.

    Zudem soll Georgien den Status eines EU-Beitrittskandidaten bekommen, wie Michel in Brüssel mitteilte.

    Ungare Orban gegen Beitrittsverhandlungen

    Nach Angaben aus EU-Kreisen wurde die Entscheidung getroffen, als der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban nicht im Raum war. Der Europäische Rat sei aber dennoch beschlussfähig gewesen.

    Orban hatte sich zuvor mehrfach deutlich gegen die Entscheidung für den Start von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine ausgesprochen. Er begründete dies mit Reformauflagen, die die Ukraine noch nicht erfüllt hat.

    orban
    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat eine Verstärkung des militärischen und polizeilichen Schutzes für die Energie-Infrastruktur in seinem Land angeordnet. - AFP

    Befürworter einer positiven Entscheidung verwiesen beim Gipfel hingegen darauf, dass der Start von EU-Beitrittsverhandlungen vor allem ein symbolischer Schritt sein soll. «Es wird ohnehin viele Jahre dauern, bis der Beitritt stattfinden wird», sagte beispielsweise der scheidende niederländische Regierungschef Mark Rutte zu Beginn des Gipfels. Es gehe darum, den nächsten Schritt für ein Land zu ermöglichen, das während eines Krieges, den es auch für die EU führe, extrem hart an Reformen arbeite.

    Ukraine wartet seit längerem

    Die Ukraine und das kleine Nachbarland Moldau warten bereits sei Längerem auf eine Entscheidung über den Start von Beitrittsverhandlungen. Die EU-Kommission hatte diesen Schritt im November grundsätzlich empfohlen, der Europäische Rat musste aber noch zustimmen.

    Dass die Kommission trotz noch nicht erfüllter Auflagen eine positive Empfehlung für die Ukraine abgegeben hatte, hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen damals damit erklärt, dass die noch ausstehenden Reformen bereits auf den Weg gebracht seien. «Der Fortschritt, den wir in der Ukraine sehen, ist beeindruckend», betonte sie damals. Sie sei der festen Überzeugung, dass dies die Ukraine auch in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg stärke.

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