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EU beschliesst mehr Schutz und Transparenz für Kleinanleger

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Belgien,

Die EU hat eine Strategie für mehr Schutz, Transparenz und Fairness für Kleinanleger beschlossen. Die Finanzindustrie, der immer wieder vorgeworfen wird, von undurchsichtigen Klauseln zu profitieren, fürchtet mehr Bürokratie.

Die EU will, dass Verbraucher ihr Geld investieren, statt es aufs Sparbuch zu legen. Neue Regeln sollen dabei helfen. (Archivbild)
Die EU will, dass Verbraucher ihr Geld investieren, statt es aufs Sparbuch zu legen. Neue Regeln sollen dabei helfen. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

Wer sein Geld an den Kapitalmärkten anlegt, soll als Privatinvestorin oder Privatinvestor in der EU künftig besser geschützt sein. Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Mitgliedsstaaten verständigten sich darauf, dass Verbraucher Zugang zu leichter verständlichen Informationen für Geldanlage-Produkte bekommen sollen. Das ging aus Mitteilungen beider Seiten hervor.

Grundlage für die Verständigung war ein Gesetzesvorschlag der EU-Kommission. Die Brüsseler Behörde hatte auch ein Provisionsverbot bei bestimmten Käufen ohne Beratung vorgeschlagen. Hintergrund dieser Idee: Bei Verkäufen auf Provisionsbasis erhalten etwa Versicherungsvertreter prozentual Geld von den Versicherungen und Banken für die Vermittlung von Finanzprodukten. Je teurer das Produkt, desto mehr Provision bekommt in der Regel der Vertreter. Verbraucherschützer sehen dadurch die Gefahr von Interessenkonflikten.

Ein solches Verbot schlossen nun allerdings sowohl die EU-Länder als auch die Parlamentsmitglieder aus. Stattdessen sollen Interessenkonflikte künftig auf andere Weise verhindert werden: Beispielsweise durch einen einheitlichen Test, mit dem sichergestellt werden soll, dass Berater im besten Interesse der Kundschaft handeln.

Die EU will bewirken, dass mehr Kleinanlegerinnen und Kleinanleger an den Finanzmärkten investieren statt das Geld auf dem Sparbuch zu horten, auch damit es in Verteidigungsausgaben, Infrastrukturprojekte, Digitalisierung und Umweltschutz fliessen kann. Unternehmen sollen sich leichter Geld beschaffen können.

Die neuen Regeln müssen vom EU-Parlament und den EU-Staaten noch jeweils formal angenommen werden, bevor sie in Kraft treten können.

Kommentare

User #5547 (nicht angemeldet)

Der Begriff "Kapitalist" war ursprünglich ein politologischer wirtschaftsbezogener Fachbegriff, der rein die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln betraf. Ein Kapitalist nach Definition war man, erstmal fernab moralischer Wertungen, wenn man Eigentümer des Bodens, der Produktionsstätte mit samt allen Einrichtungen war, Menschen in Lohn stellte und seine Produkte auf den Markt brachte. Der moralische Klamauk ist erst später dazugekommen.

User #5547 (nicht angemeldet)

Mit Transparenz ist in diesem Fall vermutlich die staatliche Überwachung gemeint.

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