Donald Trump wird von Malermeister wegen Grönland-Politik angezeigt
Ein Malermeister aus Grönland setzt sich den Annexions-Träumen von Donald Trump entgegen: Mit einer Anzeige will er ein Zeichen für die Unabhängigkeit setzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Maler aus Nuuk zeigt Trump wegen dessen geplanter Grönland-Annektion an.
- Die Anzeige soll ein Zeichen gegen Trumps Drohungen setzen.
- Grönlands Bevölkerung lehnt eine US-Übernahme laut Umfragen klar ab.
In Grönland wächst der Widerstand gegen die Pläne von Donald Trump, die Insel zu annektieren. Symbolisch dafür steht der grönländische Malermeister Hans Christian Nørgaard (68) aus Nuuk: Er hat am 13. Januar 2026 Strafanzeige gegen den US-Präsidenten gestellt, wie «Focus» berichtet.
Nørgaard wirft Trump vor, Grönland unter Androhung von Gewalt oder Zwang seinem eigenen oder dem amerikanischen Volk einverleiben zu wollen.
«Würden Sie zulassen, wenn da plötzlich jemand daherkommt …?»
Rhetorisch fragt der 68-Jährige: «Würden Sie zulassen, wenn da plötzlich jemand daherkommt und sagt, er wolle Ihr Land annektieren, das nicht ihm, sondern Ihrem Volk gehört?»
Seine Anzeige reichte er persönlich bei der Polizeistation in Nuuk ein. Die Beamten hätten zwar überrascht reagiert, ihm aber zugesichert, das Anliegen zu prüfen.
Für Nørgaard ist klar: Sollte Trump Grönland tatsächlich gegen den Willen der Bevölkerung übernehmen, will er mit seiner Anzeige ein Zeichen setzen. Und notfalls Entschädigung verlangen.
«Ich verfolge Trumps imperialistische Politik gegen Grönland schon lange», erzählt er weiter. Nach den jüngsten Drohungen, die Insel sich «auf die einfache oder die harte Art» zu nehmen, habe er handeln müssen.
Umfragen: Grönländer wollen Donald Trump nicht als Präsident
Nørgaard betont, dass er mit seiner Anzeige einen zivilisierten Weg gewählt habe, um auf Trumps Politik zu reagieren. Als Beleg für die dänische Souveränität über Grönland verweist er auf eine US-Erklärung von 1916.
Zudem zeigen Umfragen, dass rund 85 Prozent der Grönländer eine Unabhängigkeit vom Königreich Dänemark bevorzugen. Ein Verkauf an die USA ist für ihn unvorstellbar.
Auch viele Amerikaner distanzierten sich mittlerweile von Trumps «expansionistischer Politik», glaubt Nørgaard. Seine Botschaft an Donald Trump: «Wenn er die Welt ändern will, soll er zuerst bei sich selbst anfangen.»




















