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Deutschland: Ermittlungen gegen Fabians Vater wegen Falschaussage

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Deutschland,

In Deutschland wird der zuletzt als Zeuge vernommene Vater des getöteten achtjährigen Fabian der Falschaussage verdächtigt.

Mordprozess im Landgericht in Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Mordprozess im Landgericht in Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/dpa - Keystone/dpa/Bernd Wüstneck

Es seien entsprechende Ermittlungen gegen ihn eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack in einer Erklärung zu Beginn des vierten Verhandlungstages in Rostock. Der 35-Jährige war am 30. April und am 5. Mai rund eineinhalb Tage intensiv vernommen worden.

Seit Ende April läuft die Hauptverhandlung im Mordprozess gegen eine 30-Jährige, die den Jungen aus dem Ort Güstrow laut Anklage im vergangenen Oktober getötet haben soll. Die langjährige Beziehung zum Vater und deren Beendigung soll dabei eine Rolle gespielt haben.

Der Vater, der bereits stundenlang in der Verhandlung befragt wurde, hatte zuletzt gesagt, er und die seit November 2025 in Untersuchungshaft sitzenden Frau seien inzwischen wieder ein Paar. Er glaube an die Unschuld der Frau. Diese schweigt bislang in dem Prozess.

Es sei wenig nachvollziehbar, wie ein Zeuge seine Aussage derart ändern könne, betonte Nowack mit Blick auf vorherige Vernehmungen des Vaters unter anderem bei der Polizei. Er sei auch nicht nachzuvollziehen, warum er wieder eine Beziehung zur Angeklagten aufgenommen habe.

Die Angeklagte habe entsprechend auf ihn eingewirkt. Sie habe eine Wiederaufnahme der Beziehung angestrebt. Nach der Vernehmung von Fabians Vater sei festzustellen, dass ihr das gelungen sei. Der Zeuge sei zudem nicht an einer objektiven Wahrheitsfindung interessiert, denn er habe die Möglichkeiten der Akteneinsicht sowie einer Teilnahme als Nebenkläger nicht genutzt.

Einschliesslich des vierten Verhandlungstages stehen bis zum 2. Juli noch 14 Termine an. Der Prozess begann am 28. April. Allerdings kündigte der Vorsitzende Richter Holger Schütt an, dass weitere Verhandlungstermine notwendig würden. Noch heute will die Schwurgerichtskammer mit dem Prozessbeteiligten zusätzliche zehn Prozesstage vereinbaren.

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Kommentare

User #5705 (nicht angemeldet)

Was interessiert das uns. Hauptsache Publicity

User #3259 (nicht angemeldet)

Nowack fehlt die Fantasie und darum kann es nicht sein, dass die beiden wieder ein Paar sind? Ob zwei ein Paar sind, kann nur das Paar bestimmen. Und selbst, wenn es nicht wahr ist und sich das Paar darin irrt, dass sie ein Paar sind, dann ist deren Gegenteilige Selbstbezeugung noch lange keine Falschaussage. Nowackas Behauptung steht auf ganz dünnem Eis. Auf mich macht es den Eindruck, als habe er keine Beweise für den fürchterlichen Mord an dem Jungen, aber dennoch die feste Überzeugung, dass sie der Mörder ist. Nowack wäre gut beraten, Beweise zu suchen statt Unterstellungen zu machen. Sein Verhalten droht die Ermittlungen und das Strafverfahren zu verpatzen. Wie es scheint aus Unvermögen, nicht aus Kalkül.

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