Stadler kann S-Bahnen für Berlin bauen - Alstom gibt auf
Der Thurgauer Zugbauer Stadler kann einen Erfolg für einen Mega-Auftrag in Berlin vermelden. Nachdem Alstom die Vergabe zuletzt verzögerte, verzichtet der Konzern vor Ablauf der Frist nun aber auf weitere Rechtsmittel, wie es in einer Mitteilung der Berliner Senatsverwaltung vom Freitag heisst.

Das Bieterkonsortium aus Siemens Mobility, Stadler Deutschland und S-Bahn Berlin kann daher jetzt neue Züge für die deutsche Hauptstadt liefern. Dabei handelt es sich um eines der grössten Vergabeverfahren für den öffentlichen Nahverkehr in Europa. Das Auftragsvolumen liegt für das Konsortium von Stadler und Siemens bei 3,5 Milliarden Euro.
Stadler und Siemens werden 350 vierteilige S-Bahn-Züge liefern und die Instandhaltung über 30 Jahre sicherstellen. Zudem werde Stadler den Betrieb in den Teilnetzen Nord-Süd sowie Stadtbahn für 10 Jahre übernehmen, teilte der Ostschweizer Konzern separat mit.
Die Vergabe hatte sich insbesondere aufgrund des Widerstands des französischen Bahnkonzerns Alstom lange verzögert. Alstom hatte insbesondere Fehler bei der Ausschreibung bemängelt. Gerichte hatten jedoch gegen Alstom entschieden. Seinen Widerstand hat der Konzern nun aufgegeben.
Entsprechend erfreut zeigte sich das Konsortium um Stadler über die aktuelle Entwicklung. «Damit kommen wir unserem gemeinsamen Ziel einen entscheidenden Schritt näher, die Berliner S-Bahn zügig und zuverlässig zum modernen ÖV weiterzuentwickeln», schreiben die Partner. Durch die Vergabe an das Konsortium würden auch mehrere tausend Arbeitsplätze in der Hauptstadtregion gesichert.














