Tausende Menschen laufen in Lausanne an «Pride»-Umzug mit
In Lausanne haben am Samstag bei brütender Hitze Tausende an einem Umzug teilgenommen, der Teil war der diesjährigen «Pride romande». Der Marsch führte durch die Innenstadt in Richtung des Parc de Milan, dem Standort des Pride-Dorfes, wo seit Freitag mehrere Konzerte und Veranstaltungen stattfanden.

Der Menschen zog in fröhlicher und festlicher Stimmung durch die Waadtländer Hauptstadt, begleitet von Technomusik, die von etwa zehn Festwagen dröhnte. Farbenfrohe, manchmal exzentrische, aber angesichts der Hitze stets (sehr) luftige Outfits waren zu sehen.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen Regenbogenfächer und -schirme mit sich. Auch einige Fahnen und Plakate tauchten in der Menge auf. Darauf war unter anderem zu lesen: «Mein Körper. Mein Geschlecht. Halt die Klappe» oder auch „Nieder mit dem Cis-System“. Motto der diesjährigen Pride romande war «Das Recht, sich selbst zu sein».
Nach fast drei Jahrzehnten Pride in der Romandie – die erste Veranstaltung fand 1997 in Genf statt – sei diese Zusammenkunft «wichtiger denn je», erklärte Yaël Munoz vom Organisationsteam der Lausanne Pride im Gespräch mit Keystone-SDA.
Die LGBTQIA+-Gemeinschaften seien nach wie vor Ziel verschiedener Angriffe, die durch «das Wiederaufleben rechtsextremer Ideen» noch verschärft würden. Die Pride diene auch dazu, verschiedene Themen «sichtbar zu machen», die noch nicht gelöst seien.
«Ich denke zum Beispiel auch an den Schutz von intersexuellen Menschen, die als Kinder immer noch Genitalverstümmelungen erleiden, oder an Transpersonen, deren Transition nach wie vor nicht erleichtert wird», fuhr Yaël Munoz fort.










