Coronavirus: Lockdown in den Niederlanden sorgt für Enttäuschung

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Niederlande,

    Seit heute Morgen blieben in den Niederlanden fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen geschlossen. Das sorgt für grosse Enttäuschung.

    Lockdown Niederlande
    In den Niederlanden ist angesichts der sich schnell verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus ein harter Lockdown in Kraft getreten. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den Niederlanden gilt seit heute Morgen wieder ein Lockdown.
    • Die Bevölkerung ist enttäuscht, geht aber nicht auf die Strassen.

    In den Niederlanden ist angesichts der sich schnell verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus ein harter Lockdown in Kraft getreten. Viele Bürger reagierten enttäuscht, doch grosse Proteste blieben am Sonntag zunächst aus.

    Vor allem Unternehmer und Gastwirte klagten über Einnahmeverluste. Sie forderten Kompensation für das Wegfallen des Weihnachtsgeschäftes. Gewerkschaften sprachen von «erneut einem schweren Schlag» für Arbeitnehmer in der Gastronomie und im Einzelhandel. Besorgt äusserten sich auch Schulen über die Folgen für die Schüler.

    Etwa 6,9 Millionen Niederländer hatten die Ankündigung durch Premier Mark Rutte am Samstagabend live im TV verfolgt. Einige Städte hatten sich auf Unruhen vorbereitet, doch die blieben aus. Vor einigen Wochen hatte es in mehreren Städten zum Teil heftige Krawalle gegeben.

    Zwei Gäste pro Haushalt erlaubt – auch an Feiertagen

    Enttäuscht zeigen sich viele Bürger, dass grosse Feiern zu Weihnachten und Silvester nun nicht möglich sind. Jeder Haushalt darf nur noch zwei Gäste empfangen. Nur über Weihnachten und zum Jahreswechsel sind bis zu vier Besucher erlaubt. Auch im Freien dürfen höchstens zwei Menschen zusammen kommen.

    Der Premier hatte den Lockdown mit der extrem schnellen Verbreitung der Omikron-Variante begründet. Nach Berechnungen der Gesundheitsbehörden würden ohne drastische Eingriffe Anfang Februar bis zu 4000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen liegen. Zurzeit sind es etwa 600 und die Krankenhäuser bereits an der Grenze der Belastbarkeit.

    Bisher galt schon ein «Abend-Lockdown». Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schliessen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    SRF
    8 Interaktionen
    Satire-Video
    KI
    61 Interaktionen
    Wegen KI

    MEHR IN NEWS

    Mörschwil SG
    Mörschwil SG
    Mörschwil SG
    Brienz/Brinzauls GR
    Brienz/Brinzauls GR
    Sissach BL
    Sissach BL

    MEHR CORONAVIRUS

    Sportler
    40 Interaktionen
    Xhaka-Hammer
    Impfung Covid
    50 Interaktionen
    Covid-19
    Luftfahrt
    9 Interaktionen
    Passagierzahlen
    Long Covid
    4 Interaktionen
    Obwalden

    MEHR AUS NIEDERLANDE

    Jürgen Klopp DFB Bundestrainer
    56 Interaktionen
    1:1 gegen Holland
    Jürgen Klopp
    56 Interaktionen
    1:1 gegen Oranje
    DFB Jürgen Klopp Holland
    56 Interaktionen
    1:1 in Amsterdam
    Jürgen Klopp
    6 Interaktionen
    Heute Premiere