In Belgien sind die Corona-Fälle und die Hospitalisationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stark angestiegen. Gerade Impfdurchbrüche gibt es immer mehr.
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Medizinisches Personal kümmert sich auf der Intensivstation des CHR Citadelle Spitals in Lüttich um Covid-Patienten. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Zahlen sind in Belgien zuletzt stark angestiegen.
  • Seit Freitag sind nun schärfere Massnahmen in Kraft.
  • Rund 45 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen sind gegen Corona geimpft.

Belgien hat am Freitag die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verschärft. So müssen etwa in Geschäften und Läden wieder Masken getragen werden. Auch Angestellte von Beizen und Restaurants müssen wieder Schutzmasken tragen.

Zudem wurde die Pflicht für einen 3G-Nachweis bei Veranstaltungen angepasst. Die 3G-Pflicht gilt neu für Veranstaltungen in Innenräumen ab 200 Personen statt wie bisher ab 400. Unter freiem Himmel wurde die Personengrenze von 750 Personen auf 500 gesenkt.

Machen Ihnen Impfdurchbrüche Sorgen?

Damit hat die belgische Regierung auf die zuletzt stark gestiegenen Corona-Zahlen reagiert. Die Zahl der täglichen Fälle ist innert zwei Wochen von rund 3500 pro Tag auf etwa 9000 gestiegen. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen hat in diesem Zeitraum stark zugenommen.

Coronavirus: Etwas weniger als die Hälfte der Intensivpatienten geimpft

Mittlerweile sind 8,6 Millionen Belgier vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von knapp 74 Prozent. Dabei hat Belgiens Corona-Kommissar erst vor kurzem erstmals Daten zu Geimpften veröffentlicht.

Demnach wurden Mitte Oktober in einer Woche insgesamt 614 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hospitalisiert. 337 dieser Patienten waren vollständig geimpft, wie die belgische Zeitung «De Standaard» schreibt. Das sind 55 Prozent der hospitalisierten Personen.

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Nur wenig tiefer ist der Prozentsatz der Geimpften auf den belgischen Intensivstationen in der gleichen Woche: Von 138 Corona-Patienten waren insgesamt 62 und damit 45 Prozent geimpft. Die Infektiologin Erika Vlieghe von der Antwerpener Uniklinik erklärte gegenüber «De Standaard», viele der geimpften Covid-Patienten wiesen eine Immunerkrankung auf.

Virologin: Geimpfte sollten sich nicht in Sicherheit wiegen

Gleichzeitig hielt sie fest, dass diese seltener auf die Intensivstation transferiert werden müssten. Doch Vlieghe mahnte sogleich zur Vorsicht: «Die Vorstellung, dass die vierte Welle eine Welle der Ungeimpften werden würde, muss wirklich angepasst werden. Jetzt sehen wir, was das Restrisiko nach der Impfung in der Praxis bedeutet.»

Die Impfstoffe würden halten, was sie versprechen. Doch sie seien eben kein Allheilmittel. Vlieghe warnte deswegen Geimpfte, sich in Sicherheit zu wiegen.

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