Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus verpflichtet Griechenland erneut Privatärzte zur Arbeit in staatlichen Krankenhäusern.
Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz verkauft eine Decke vor dem Tor der antiken römischen Agora in Plaka, einem Stadtteil von Athen. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa
Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz verkauft eine Decke vor dem Tor der antiken römischen Agora in Plaka, einem Stadtteil von Athen. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Petros Giannakouris

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der Omikron-Variante sind griechische Spitäler überlastet.
  • Daher verpflichtet die Regierung nun erneut private Ärzte zum Dienst.
  • Diese sollen ab dem 12. Januar vom Gesundheitsministerium aufgeboten werden können.

Griechenland ebnet den Weg für Dienstverpflichtungen von mehr privaten Ärzten in staatlichen Krankenhäusern. So soll das wegen der Omikron-Variante des Coronavirus extrem belastete Gesundheitssystem gestärkt werden.

Das Gesundheitsministerium könne ab dem 12. Januar entscheiden, welche Ärzte nötig seien, und sie schriftlich zum Dienst in staatlichen Krankenhäuser aufrufen, teilte die Regierung mit.

Rekordzahlen wegen Omikron-Variante des Coronavirus

Es handelt sich hauptsächlich um Anästhesisten und Pneumologen in Regionen Nordgriechenlands, berichtete der Staatsrundfunk. Athen hatte bereits im November 2021 in der Hafenstadt Thessaloniki Dutzende Privatärzte zum Dienst im staatlichen Gesundheitssystem verpflichtet.

Wegen der Omikron-Variante sind seit Wochen die Krankenhäuser vor allem im Norden des Landes restlos überfüllt. In Griechenland waren in den vergangenen Wochen die Corona-Neuinfektionen rasant gestiegen. Seit Jahresanfang werden in diesem EU-Land mit knapp elf Millionen Einwohnern täglich zwischen 30'000 und 50'000 Neuinfektionen gemeldet.

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