Hongkong

    Demonstranten in Hongkong fordern vor Konsulaten Hilfe

    Keystone-SDA
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    Hong Kong,

    Rund Tausend Demonstranten in Hongkong reichten bei ausländischen Konsulaten Petitionen ein, die die Regierung in Peking unter Druck setzten sollen.

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    Vor einem halben Jahr begannen die Massenproteste in Hongkong. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tausende Demonstranten reichten bei ausländischen Konsulaten Petitionen ein.
    • Diese fordern, das Verabschieden von Gesetzen, die die Regierung unter Druck setzten.

    In Hongkong haben Demonstranten vor mehreren Konsulaten ausländische Regierungen zur Unterstützung im Kampf für Demokratie aufgerufen. Rund Tausend Menschen zogen heute Donnerstag vor die Vertretungen von Australien, Grossbritannien, Kanada, Japan und der Europäischen Union in Honkong. Dort reichten sie entsprechende Petitionen ein.

    Fordern Gesetze, die Druck erhöhen

    Sie forderten die Staaten auf, dem Beispiel der USA zu folgen. Sie sollen Gesetze verabschieden, die den Druck auf die Führung in Peking erhöhen.

    Im November unterzeichnete der US-Präsident ein Gesetz, nach dem Verstösse gegen die Menschenrechte in Hongkong mit Sanktionen geahndet werden sollen.

    Ein zweites Gesetz verbietet den Export von Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und Elektroschockgeräten an die Hongkonger Polizei.

    Es geht um Menschenrechte und Demokratie

    «Was in Hongkong geschieht, ist nicht nur ein lokales Thema», sagte eine Demonstrantin. «Es geht um Menschenrechte und Demokratie. Ausländische Regierungen sollten begreifen, wie diese Stadt unterdrückt wird.»

    Man müsse Aufmerksamkeit erregen und die internationale Gemeinschaft wissen lassen, dass die Protestbewegung ihren Schwung nicht verloren habe.

    Demonstrationen seit Juni

    Seit Juni halten die Proteste gegen die Hongkonger Regierung an. Friedliche Kundgebungen für Demokratie schlugen wiederholt in Gewalt um. Die Sicherheitskräfte setzten immer wieder Tränengas und Wasserwerfer ein, sie feuerten Gummigeschosse und zum Teil auch scharfe Munition.

    Die Proteste hatten sich an inzwischen zurückgezogenen Plänen für ein Gesetz zur Auslieferung Beschuldigter an die Volksrepublik China entzündet.

    Proteste in Hongkong
    Die Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten bei einer Kundgebung ein. Trotz eines polizeilichen Verbots strömen Tausende von schwarz gekleideten, maskierten Demonstranten in Hongkongs zentrales Einkaufsviertel. - dpa

    «Ein Land, zwei Systeme»

    Die Demonstranten sehen jedoch auch allgemeine Freiheiten gefährdet. Freiheiten die, die ehemalige britische Kronkolonie seit der Übergabe an China und gemäss der Formel «Ein Land, zwei Systeme» geniesst.

    Auch vor dem Sport machen die Proteste nicht Halt. In Südkorea machten Hongkonger Fussballfans durch Buh-Rufe und Trommelschlagen ihrem Unmut Luft. Dies, als zu Beginn des Spiels China gegen Hongkong am Mittwoch die chinesische Nationalhymne erklang. China gewann die Partie 2:0.

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