Ukraine-Krieg: Experte widerspricht Trump – keine Fortschritte

Simon Binz
Simon Binz

USA,

Nach den Ukraine-Gesprächen in seinem Zuhause spricht Trump von «grossen Fortschritten». Ein Militär-Experte ist ganz anderer Meinung.

Ukraine-Krieg
Alles einmal mehr nur eine Show? Ein Militärexperte widerspricht der Hoffnungsmache von Donald Trump zu einem Frieden im Ukraine-Krieg. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump sagt nach den jüngsten Ukraine-Gesprächen, ein Frieden sei möglicherweise nahe.
  • Ein Militärexperte widerspricht mit: «Pantomime» statt Verhandlungsfortschritt.
  • Ein Waffenstillstand oder Friedensfahrplan fehle weiterhin, hält Philipps O'Brien fest.

Donald Trump spricht nach dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von «grossen Fortschritten». Der US-Präsident erwähnte einen Frieden, der «vielleicht sehr nahe» sei. Doch jenseits der wohlklingenden Worte bleiben zentrale Fragen offen. Experten zweifeln daran, dass der Ukraine-Krieg seinem Ende tatsächlich nähergekommen ist.

Gibt es in der Ukraine baldigen Frieden?

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Trumps Residenz Mar-a-Lago vermittelte der US-Präsident Zuversicht. In den kommenden Wochen könne sich entscheiden, ob eine Lösung erreicht werde. Auch beim heiklen Donbass-Thema gebe es Annäherungen, sagte Trump. Ohne jedoch konkrete Ergebnisse zu nennen. Genau darin liegt der Kern der Kritik.

«Trump spielt weiterhin mit Europa»

Der britische Militärexperte Philipps O'Brien widerspricht Trumps Darstellung deutlich. Auf X schrieb er, es gebe «keine Einigung über den Donbas und keine Einigung über Sicherheitsgarantien.»

Sein Fazit fällt scharf aus: «Die neueste Folge der Pantomime ist vorbei. Keine Einigung, kein Fahrplan für eine Einigung. Trump spielt weiterhin mit Europa.» Ausserdem betonte er, dass sich die Gespräche noch über Wochen hinziehen könnten.

Ukraine Krieg
Der britische Militärexperte Philipps O'Brien nennt das Ukraine-Treffen in Florida eine «Pantomime». - Screenshot/X

Tatsächlich bleibt unklar, was sich seit früheren Gesprächsrunden substanziell verändert hat. Ein Waffenstillstand wurde nicht vereinbart und Sicherheitsgarantien sind weiterhin ungeklärt.

Ausserdem stehen nach wie vor Russlands zentrale Forderungen im Raum. Der Optimismus des US-Präsidenten kontrastiert damit auffällig mit der Realität der Verhandlungen.

Trump sorgt mit Aussage über Russland für Fragezeichen

Für zusätzliche Irritation sorgte Trump am Ende mit folgender Aussage zum Ukraine-Krieg: Russland wolle «sehen, dass die Ukraine Erfolg hat» und könne sich sogar am Wiederaufbau beteiligen.

00:00 / 00:00

Für zusätzliche Irritation sorgte Trump vor den Medien mit der Aussage, Russland wolle «sehen, dass die Ukraine Erfolg hat» – zur Irritation des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. - Weisses Haus

Angesichts des seit 2022 andauernden Angriffskriegs wirkt diese Einschätzung für viele Beobachter realitätsfern. Selenskyjs zurückhaltende Reaktion auf diese Bemerkung unterstrich die Distanz zwischen diplomatischer Hoffnung und politischer Wirklichkeit.

Was sonst noch an der PK zum Ukraine-Krieg gesagt wurde, kannst du im Nau.ch-Ticker nachlesen.

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Mit EU-r-opa kann man auch gut spielen…..kein Wunder tut mans.

User #2033 (nicht angemeldet)

Wer bei all den Fakten die man mittlerweile hat, immer noch die Ukraine unterstützt und Russland verteufelt, der hat definitiv die Kontrolle über seinen Verstand verloren.

Weiterlesen

Putin
36 Interaktionen
Laut Kreml
sdf
32 Interaktionen
Präsident gerührt
Wladimir Putin Wolodymyr Selenskyj
401 Interaktionen
Gipfel-Bilanz

MEHR IN NEWS

Schweinefleisch
2 Interaktionen
«Saftiger»
Moretti
69 Interaktionen
Trotz Tragödien
Iran Donald Trump
10 Interaktionen
Genf

MEHR UKRAINE KRIEG

rubio merz
2 Interaktionen
Washington
Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj
341 Interaktionen
Ultimatum bis Juni
Putin
6 Interaktionen
Abu Dhabi

MEHR AUS USA

Nicolas Maduro Venezuela USA
3 Interaktionen
Bericht
Nancy Guthrie
1 Interaktionen
Hinweis
10 Interaktionen
Washington
Kristi Noem Donald Trump
14 Interaktionen
Auch ICE