Hongkong

Hongkong nach Brandkatastrophe – Festnahmen nach Kritik an Behörden

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

China,

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Hongkong verhaften die Behörden Dutzende Personen. Im Fokus stehen mutmassliche Kritiker.

Hongkong
Der Brand in Hongkong sorgte für viel Aufsehen. - keystone

Der Brand in Hongkong ereignete sich im dicht besiedelten Wohnkomplex Wang Fuk Court im Bezirk Tai Po. Es handelt sich um das tödlichste Feuer in Hongkong seit Jahrzehnten, berichten die «New York Times».

Laut Behörden wurden bislang 13 bis 14 Personen im Zusammenhang mit dem Feuer festgenommen. Unter den Verdächtigen befinden sich Bauunternehmer, Ingenieure und Verantwortliche eines umfangreichen Renovationsprojekts, meldet die Nachrichtenagentur «AP».

Hongkong: Ermittlungen nach Brand und Rolle der Bauprojekte

Im Fokus der Ermittlungen stehen ein millionenschweres Sanierungsprogramm sowie angeblich fehlerhafte Materialien an der Fassade. Die Polizei prüft, ob Baumängel und Gerüstkonstruktionen die rasche Ausbreitung der Flammen begünstigt haben, so die «New York Times».

Die Anti-Korruptionsbehörde ICAC untersucht parallel mögliche Unregelmässigkeiten bei Auftragsvergabe und Bauaufsicht. Mehreren Beschuldigten werden fahrlässige Tötung und grobe Nachlässigkeit vorgeworfen, wie «AP» berichtet.

Vorgehen gegen Kritiker und Aktivisten

Neben den technischen Ermittlungen gehen die Behörden auch gegen Kritiker der offiziellen Krisenbewältigung vor. Nach Angaben von «Al Jazeera» wurden mindestens drei Personen auf Basis von Aufwiegelungs- und Sicherheitsvorwürfen festgenommen.

Hongkong
Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Hongkong teilten Menschen ihre Trauer. - keystone

Festgenommen wurde unter anderem ein 24-jähriger Student, der eine Onlinepetition mit Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung lanciert hatte. Er und Mitstreiter verteilten Flugblätter, in denen sie Transparenz und Rechenschaft verlangten, berichtet die «Hong Kong Free Press».

Auch ein früherer Distriktsrat und ein freiwilliger Helfer für Betroffene wurden von der Nationalen Sicherheitspolizei abgeführt. Sicherheitsminister Chris Tang erklärte, Onlinekommentare mit «unrichtigen Behauptungen» könnten als Bedrohung der nationalen Sicherheit gewertet werden.

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