Mit einer neuen Variante soll der Impfstoff nicht mehr gespritzt, sondern inhaliert werden. So sollen mehr Menschen erreicht werden können.
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Ein Mann atmet die Corona-Impfung in China ein. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In China haben sich vergleichsweise wenig Menschen gegen Corona impfen lassen.
  • Mit einer neuen Methode sollen mehr Leute erreicht werden können.
  • Dabei wird das Vakzin nicht gespritzt, sondern eingeatmet.

Die Impfquote in China ist deutlich niedriger als in den meisten westlichen Staaten. Viele Experten halten eine Abkehr von der strikten Zero-Covid-Politik deswegen als gefährlich. Dagegen sind jüngst aber viele Menschen auf die Strasse gegangen. Jetzt wurde ein neuer Impfstoff zugelassen, mit welchem mehr Menschen erreicht werden sollen.

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Die ARD berichtet, dass es sich beim neuen Vakzin um einen Nebel handelt, welcher inhaliert werden kann. Es basiert laut dem chinesischen Staatsfernsehen auf einem, bereits als Spritze verabreichten Wirkstoff.

Der Impfnebel gegen Corona wird nur als dritte Impfung für Erwachsene, die zuvor mit chinesischen Vakzinen immunisiert worden waren, verwendet. Einen Termin zu erhalten ist aber schwierig: Die neue Variante ist nur in wenigen Kliniken zu bestimmten Tagen nach einer Anmeldung verfügbar.

Eine Seniorin beschreibt den Vorgang gegenüber ARD als «sehr bequem», weil man sich nicht ausziehen müsse. Sie habe ausgeatmet, den Nebel eingeatmet und den Atem fünf Sekunden angehalten. «Dann war es schon vorbei.»

Neuer Impfstoff hat entscheidenden Vorteil

Ben Cowling sieht im neuen Impfstoff einen Vorteil: So könnten auch Menschen geimpft werden, die keine Spritze wollten, sagt der Epidemiologe der Universität Hongkong. Bei einer grösseren Auswahl an Impfstoffen liessen sich mehr Menschen impfen. Er kenne zwar keine Daten zur Wirksamkeit, sagt er: «Der Impfnebel wird schon ganz gut sein, er wird ja schliesslich verwendet.»

Würden Sie den Impfnebel gegen Corona ausprobieren?

Der Impfstoff wirke bereits in Mund und Rachen und stärke dort die Virusabwehr, teilt China mit. Die Tröpfchen würden auch weiter in den Körper wandern. China ist das erste Land, dass die alternative Immunisierungsform zugelassen hat.

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