Gesetz

    Bericht: China verschiebt Entscheidung über Anti-Sanktions-Gesetz

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    China,

    China will für Hongkong und Macao ein Gesetz gegen Sanktionen aus dem Ausland einführen. Die Umsetzung des Vorhabens wird allerdings jetzt verschoben.

    china volkskongress
    Chinesische Delegierte in der Grossen Halle des Volkes im Jahr 2019. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für Hongkong und Macao soll bald ein Anti-Sanktions-Gesetz gelten.
    • Mit der Vorlage will sich China gegen ausländischen Massnahmen wehren.
    • Nun hat die Volksrepublik die Entscheidung laut einem Medienbericht jedoch vertagt.

    Chinas Führung hat die Entscheidung über ein Gesetz zur Abwehr ausländischer Sanktionen in Hongkong und Macao laut einem Medienbericht verschoben. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses legte am Freitag keinen Beschluss zu Änderungen der Grundgesetz-Anhänge der beiden chinesischen Sonderverwaltungsregionen vor.

    Die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» berichtete unter Berufung auf Quellen, dass die Entscheidung verschoben worden sei. Peking wolle zunächst noch mehr Meinungen einholen, so die Zeitung.

    Vorhaben sorgt in Wirtschaft für Unruhe

    Das geplante Gesetz hatte für Unruhe unter internationalen Unternehmen und Finanzinstitutionen gesorgt. Sie befürchten, in den Streitigkeiten Chinas mit den USA und Europa zwischen die politischen Fronten zu geraten. Auch herrscht Sorge, dass der besondere Status Hongkongs als freie asiatische Wirtschaft- und Finanzmetropole gefährdet werden könnte.

    Hongkong
    Abgeordnete in Hongkong. - AFP

    Experten sehen in dem Gesetz ein Instrument zur Abschreckung, um die USA oder Europa von der Verhängung weiterer Sanktionen abzuhalten. Die USA und die EU hatten verschiedene Sanktionen gegen Verantwortliche in Hongkong und in China erlassen. Dies wegen der Unterdrückung der Hongkong-Demokratiebewegung und des Umgangs mit der muslimischen Minderheit der Uiguren in Xinjiang in Nordwestchina.

    Anti-Sanktions-Gesetz gilt in China bereits

    Im Juni hatte der Volkskongress bereits ein Anti-Sanktions-Gesetz für die Volksrepublik verabschiedet. Es verbietet Unternehmen und Individuen, Sanktionen gegen chinesische Unternehmen umzusetzen, und fordert vielmehr Kooperation mit der chinesischen Gegenwehr.

    Es drohen Strafmassnahmen für Unternehmen, Manager und Familienmitglieder wie das Einfrieren von Konten, die Rücknahme von Visa und Ausweisung. Betroffene Firmen können auch ausländische Unternehmen auf Schadenersatz verklagen. Bislang sind jedoch keine Fälle bekannt, in denen das Gesetz eingesetzt wurde.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    6 Interaktionen
    In Hongkong
    China Olympia 2021
    44 Interaktionen
    Mit «Kolonien»
    3 Interaktionen
    Und Macao
    Leapmotor B03X
    13 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR GESETZ

    tusk
    21 Interaktionen
    Warschua
    Kanton Schwyz
    Kanton Schwyz
    Graubünden
    1 Interaktionen
    Graubünden

    MEHR AUS CHINA

    tuberkulose coronavirus
    4 Interaktionen
    Peking
    22 Interaktionen
    Bessere Marktzugänge
    Steinmeier
    3 Interaktionen
    Steinmeier trifft Li
    China Flagge
    4 Interaktionen
    Peking