Wladimir Putin droht wegen der Lieferung westlicher Raketen an die Ukraine mit schweren Angriffen auf das Land. Er spricht gar von «Vernichtung».
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Wladimir Putin erkennt die Probleme durch die westlichen Sanktionen an – gibt sich aber weiter kämpferisch. - Getty
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wladimir Putin warnt davor, Raketen von hoher Reichweite in die Ukraine zu liefern.
  • Der Kreml-Chef droht der Ukraine in einem TV-Interview sogar mit «Vernichtung».

Wladimir Putin sind westliche Raketen mit hoher Reichweite für die Ukraine ein Dorn im Auge. Der Kreml-Chef nutzt geplante Lieferungen für neue Drohungen gegen das Land.

In einem Interview mit dem Staatssender «Rossija 1» sagte Putin: «Wenn sie liefern, dann werden wir daraus die entsprechenden Schlüsse ziehen und unsere Mittel der Vernichtung, von denen wir genug haben, einsetzen, um jenen Objekten Schläge zu versetzen, die wir bisher nicht angreifen.»

Putin behauptete, dass es das Ziel der Waffenlieferungen sei, den Konflikt in der Ukraine möglichst in die Länge zu ziehen. Im Fernsehen wirkte der Kriegstreiber zudem sehr bemüht, den Eindruck zu vermitteln, als liefe der Ukrainer-Krieg ungefähr nach Plan.

Sollte auch die Schweiz der Ukraine Waffen liefern?

So gab er sich etwa mit Blick auf die angekündigte Lieferung hochmoderner Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars trotz Drohung relativ gelassen. Für die Ukraine ändere sich damit nichts Grundsätzliches an der Verteilung der Kräfte, so Putin: «Hier gibt es nichts Neues».

Und: Schon jetzt hätten die ukrainischen Streitkräfte solche Systeme aus russischer Produktion im Einsatz, die US-Lieferungen würden vielmehr zerstörte Waffen ersetzen. Gleichwohl sei hier aber entscheidend, welche Raketen eingesetzt würden.

Wladimir Putin: «Grossteil der Kampfdrohnen zerstört»

Laut Medienberichten wollen die USA Raketen mit einer Reichweite zwischen 45 und 70 Kilometer liefern. Das sei in etwa das, was die bisherigen Raketen vom Typ «Uragan», «Smertsch» und «Grad» leisteten, so Wladimir Putin.

Der Kreml-Chef sagt weiter, die Ukraine habe zu Beginn der «Spezialoperation», 515 solcher Systeme gehabt. Er geht davon aus, dass derzeit noch 360 davon im Einsatz stehen.

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Die Ukraine hat aus mehreren Ländern Waffen geliefert bekommen. (Symbolbild) - Keystone

Ein ähnliches Bild zeige sich bei der von der Ukraine im Westen bestellten Artillerie. Putin: «Allem Anschein nach geht es hier auch darum, das Verlorene, das bei den Kampfhandlungen Vernichtete, auszugleichen».

Der Kriegsherr behauptete auch, dass die russische Luftabwehr mittlerweile den Grossteil der ukrainischen Kampfdrohnen zerstört habe. «Unsere Luftabwehrsysteme knacken sie wie Nüsse.»

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