Wladimir Putin

Ausgerechnet! Wladimir Putin beklagt «Recht des Stärkeren»

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

Russland,

Vier Jahre nach dem Ukraine-Überfall gibt sich Wladimir Putin plötzlich besorgt über die Weltlage. Ausgerechnet der Kreml-Herrscher warnt vor Spannungen.

Wladimir Putin
Russen-Präsident Wladimir Putin missfällt das «Recht des Stärkeren». - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine jährt sich bald zum vierten Mal.
  • Trotzdem klagt der Kreml-Herrscher über globale Spannungen.
  • Er kritisiert das «Recht des Stärkeren».

Russlands brutaler Überfall auf die Ukraine jährt sich nächsten Monat bereits zum vierten Mal. Kreml-Herrscher Wladimir Putin trat damit das Völkerrecht mit Füssen – Hunderttausende Menschen bezahlten den Krieg mit ihrem Leben.

Und jetzt jammert Putin über wachsende Spannungen in der Welt. Ausgerechnet!

Wladimir Putin schiesst gegen Westen

«Die Lage auf der internationalen Bühne verschlechtert sich zusehends», klagte er am Donnerstag bei einer Rede im Kreml. «Langjährige Konflikte verschärfen sich, und neue, ernste Krisenherde entstehen.»

Welche Konflikte er meint? Sagt er nicht.

Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Putin auf die USA unter Präsident Donald Trump anspielt. Gerade nach der Verhaftung Maduros in Venezuela sowie Drohungen gegen Grönland und den Iran.

Hast du Angst vor Putin?

Dann der Hammer: Putin schoss gegen Staaten, die «nach dem Recht des Stärkeren ihren Willen diktieren, andere belehren und Befehle erteilen».

Dass er genau dieses Machtgehabe seit Jahren in der Ukraine auslebt? Dazu kein Wort ...

Wladimir Putin droht: «Russland wird seine Ziele konsequent verfolgen»

Stattdessen schwärmte der Kremlchef von einer «multipolaren Welt». Das bezeichnet eine Weltordnung, in der nicht nur die USA, sondern auch Russland und China das Sagen haben.

Auch Europas Sicherheit will Putin neu ordnen – natürlich zu Russlands Vorteil.

Er hoffe auf Gespräche über seine Vorschläge für eine neue Sicherheitsarchitektur, sagte er. «Wir hoffen, dass die Einsicht in diese Notwendigkeit früher oder später kommen wird.»

Bis dahin lässt der Kriegstreiber keinen Zweifel an seinem Kurs: «Bis dahin wird Russland seine Ziele weiter konsequent verfolgen.»

Kommentare

User #8278 (nicht angemeldet)

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User #721 (nicht angemeldet)

Ein Russland ohne Putin? Seit dem 3. Januar ist die Wahrscheinlichkeit dafür plötzlich gestiegen. Mit dem Krieg hat Präsident Wladimir Putin nicht nur der Ukraine, sondern auch Russland eine Katastrophe beschert. Doch Putin loszuwerden schien immer eine Illusion. Seit zwei Wochen ist das anders, erklärt Vladislav Inozemtsev, Ex-Wirtschaftsberater des Kremls.

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