Eine russische Oma hat als Protest gegen den Ukraine-Krieg den BMW eines Putin-Generals abgefackelt. Nun drohen ihr 15 Jahre Gefängnis.
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So sah der BMW des Putin-Generals nach dem Brand aus. - Twitter
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Moskau hat eine Anti-Kriegs-Demonstrantin den BMW eines Putin-Generals angezündet.
  • Dafür wurde die 65-jährige Grossmutter verhaftet – ihr drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Eine russische Anti-Kriegs-Demonstrantin wurde in Moskau wegen Brandstiftung festgenommen. Der Grund: Die 65-Jährige hatte den Luxus-SUV des stellvertretenden Kreml-Generalstabschefs Jewgeni Sekretarew in Brand gesetzt.

Elena Belova befindet sich zwar mittlerweile wieder auf freiem Fuss und konnte auch mit den Medien persönlich sprechen, doch ihr droht eine lange Haftstrafe. Sich gegen den Krieg auszusprechen, der in Russland nur als «militärischer Spezialeinsatz» bezeichnet werden kann, wird nämlich mit bis zu fünfzehn Jahren bestraft.

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Die Grossmutter gab sich jedoch wenig beeindruckt von der drohenden Haft und sagte gegenüber den Medien, sie habe ihren «eigenen militärischen Spezialeinsatz» durchgeführt – das Auto hatte sie mit Benzin überschüttet und mit einem Streichholz angezündet.

Weiter erwähnte sie, dass ihr während ihrer Festnahme von der Polizei befohlen wurde, «Asow ist Macht» zu rufen – ein Hinweis auf das ukrainische Widerstandsregiment, das in Russland als terroristische Organisation eingestuft ist.

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Elena Belova (65) sprach nach ihrer Freilassung mit den Medien über ihre Aktion.
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Sie sagte, sie habe ihren «eigenen militärischen Spezialeinsatz» durchgeführt – eine Anspielung darauf, dass der Ukraine-Krieg in Russland nur als «militärischer Spezialeinsatz» beschrieben werden darf.

Es ist unklar, ob die Frau alleine oder im Rahmen einer Verschwörung handelte. Ihre Geste wurde aber als Antikriegsprotest bestätigt, berichtete die unabhängige Nachrichtenagentur «Baza». General Sekretarew leitet die für Militärzensur zuständige Kreml-Abteilung.

Der dramatische Vorfall ereignete sich laut Medienberichten, als Moskau nach der Ermordung der Kriegs-Befürworterin und Tochter des «Putin» Hirns, Darja Dugina (†29), mit tagelangen Unruhen konfrontiert war.

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