Ukraine-Krieg: Russischer Soldat tarnt sich als «Pinguin»
In einem Pinguin-Kostüm will sich ein russischer Soldat im Ukraine-Krieg vor Drohnen verstecken – doch die Tarnung wirkt nicht. Eine Drohne filmt den Treffer.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein russischer Soldat tarnte sich mit einem Umhang, der an einen Pinguin erinnerte.
- Die Tarnung sollte ihn vor Wärmebild-Drohnen unsichtbar machen.
- Eine Drohne filmte aber, wie der Soldat trotzdem erkannt und getroffen wurde.
Ein ungewöhnlicher Anblick auf einem schneebedeckten Feld. Ein russischer Soldat ist unterwegs, gehüllt in ein weisses Umhangkostüm, das entfernt an einen Pinguin erinnert. Watschelnd bewegt er sich über das Gelände, offenbar in der Hoffnung, von Drohnen nicht erkannt zu werden.
Doch die Tarnung bringt nichts. Eine ukrainische Drohne erfasst seine Position mühelos. Auf der Videoaufnahme ist zu sehen, wie der Soldat als Ziel erfasst wird. Kurz darauf fällt ein Schuss und der Mann bricht zusammen.
Thermischer Umhang bringt nichts
Laut der Zeitung «Daily Telegraph» handelt es sich beim Kostüm um einen thermischen Umhang, der Wärmeabstrahlung blockieren soll.
Die Füsse bleiben jedoch ungeschützt. Der Effekt: Statt unsichtbar zu werden, hebt sich die Figur durch den Kontrast vom kalten Boden ab.
Ukraine-Krieg: Soldaten fehlt Training für die Technik
Hamish de Bretton-Gordon, früherer Oberst der britischen Armee, sagt dazu: «Solche Anzüge können in der Praxis das Gegenteil bewirken. Die Silhouetten heben sich deutlich ab und werden zur Zielscheibe.»
Russische Truppen setzen solche Ausrüstung schon länger ein, um Wärmebildtechnik zu umgehen. Auch im Ukraine-Krieg. Doch laut Militärexperten fehlt oft das Training für den korrekten Einsatz. Auch die Technik ist fehleranfällig.



















