Als einer der letzten Staaten Afrikas beginnt Tansania mit einer landesweiten Impfaktion. Die neue Präsidentin will damit eine Kehrtwende in der Corona-Politik.
Tansania Corona
Samia Suluhu Hassan lässt sich impfen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Tansania wird nun eine landesweite Corona-Impfaktion gestartet.
  • Der gestorbene Ex-Präsident dementierte lange die Existenz von Covid-19.
  • Seine Nachfolgerin hat nun eine Kehrtwende in der Corona-Politik angekündigt.

Mit einem Impfstart im Regierungssitz in der Hauptstadt Daressalam hat Tansania eine landesweite Corona-Impfaktion ausgerollt. Dies als einer der letzten Staaten in Afrika.

Die Impfaktion besiegelt nach dem umstrittenen Krisenmanagement des gestorbenen Ex-Präsidenten John Magufuli eine durch seine Nachfolgerin Samia Suluhu Hassan angekündigte Kehrtwende in der Corona-Politik.

Ihr Vorgänger Magufuli hatte lange die Existenz von Covid-19 in seinem Land dementiert und Gebete, Kräuter und Dampfbäder empfohlen. Damit haben nun in Afrika nur noch die Staaten Burundi und Eritrea noch keine landesweiten Impfaktionen gestartet. Das ostafrikanische Land Tansania mit rund 58 Millionen Einwohnern hat seit Mai 2020 keine Neuinfektionszahlen mehr veröffentlicht.

Samia Suluhu Hassan
Samia Suluhu Hassan ist die Nachfolgerin des verstorbenen Ex-Präsidenten John Magufuli. - Keystone

Anders als in vielen anderen Ländern des Kontinents, wo sich per Flugzeug einreisende ausländische Urlauber im Vorjahr in mehrtägige Quarantäne begeben mussten, gab es in Tansania kaum Einschränkungen für Touristen.

Mehr zum Thema:

Coronavirus