Coronavirus

    Ungeimpft, mit Maske: Bolsonaro rechtfertigt bei UN Corona-Vorgehen

    Keystone-SDA
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    Brasilien,

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Aussagen über sein Vorgehen in der Corona-Pandemie verwundert.

    Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, sorgt mit Aussagen über sein Vorgehen gegen die Corona-Pandemie für Verwunderung. Foto: Eduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa
    Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, sorgt mit Aussagen über sein Vorgehen gegen die Corona-Pandemie für Verwunderung. Foto: Eduardo Munoz/Pool Reuters/AP/dpa - sda - Keystone/Pool Reuters/AP/Eduardo Munoz

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Wir verstehen nicht, warum viele Länder gegen diese Behandlung sind», hob Bolsonaro in New York am Dienstag etwa den vorbeugenden Einsatz von Medikamenten hervor, deren Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht nachgewiesen ist.

    Der rechtsradikale Staatschef hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft ist. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schickte eine Botschaft an Bolsonaro, indem er sagte: «Man muss sich impfen lassen, wenn man hierher kommen will.» Bei den UN gilt das «Ehren-System»: Wer das Gebäude in New York betritt, bestätigt damit etwa, in den zehn Tagen zuvor nicht positiv getestet worden zu sein.

    Zugleich hob Bolsonaro, der zu Beginn seiner Rede eine Schutzmaske trug, jedoch hervor, wie seine Regierung im Kampf gegen die Pandemie vorangekommen sei. «Bis November wird jeder, der sich in Brasilien für eine Impfung entschieden hat, drankommen», sagte er.

    Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília rund 222 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Etwa 70 Prozent der erwachsenen Brasilianer haben eine erste Dosis bekommen, rund 38 Prozent sind vollständig geimpft.

    Auch bei der umstrittenen Umweltpolitik versuchte Bolsonaro das Bild Brasiliens zu verbessern. So versprach er Massnahmen im Kampf gegen den Klimawandel und zum Erhalt des Amazonasgebiets.

    Nachdem die UN-Generaldebatte im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie hauptsächlich mit vorab aufgezeichneten Video-Reden abgelaufen war, sind in diesem Jahr mehr als 100 Staats- und Regierungschefs wieder persönlich in New York vertreten.

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